Lokalsport Mannheim

Turf Beim BMW-Renntag in Seckenheim gehören einmal mehr die Pferde aus den Mannheimer Ställen zu den Sieganwärtern

Lokalmatadore dürfen hoffen

Archivartikel

Mannheim.Zwei Weltmeisterschaftsläufe der Amateure, ein Ausgleich II und ein Jagdrennen sind am Sonntag die Höhepunkte des BMW-Renntages auf der Seckenheimer Waldrennbahn. Dazu fällt im zehnten von elf Durchgängen des Wettstar Junior-Cups Südwest um 13.30 Uhr eine Vorentscheidung. Die Serie ist für den Nachwuchs unter 25 Jahre ausgeschrieben.

„Kitaneso hat schon im Winter einen Ausgleich II gewonnen, den Sommer über pausiert und ist wegen des niedrigsten Gewichts im Vorteil“, sieht der Mannheimer Trainer und Stallbesitzer Marco Klein seinen siebenjährigen Wallach im mit 10 000 Euro dotierten Preis der BMW-Niederlassung (1900 m, 16.40 Uhr) – der anspruchvollsten Prüfung für englische Vollblüter – „auf jeden Fall in den Geldrängen.“

Unter den fünf Galoppern, die er in drei Rennen an den Start schickt, hat er in Exclusive Potion sogar eine Sieghoffnung. „Er hat in dieser Saison in Mannheim und Magdeburg gewonnen, ist zudem in einer sehr guten Form“, traut der Coach dem fünfjährigen Wallach im Soho-Turley-Cup über 1400 Meter (15.35 Uhr) einiges zu. Zumal er von der Stallgefährtin Wüstenlady begleitet wird. Doch die vierjährige Stute läuft ganz ohne Druck. „Sie war früh erfolgreich, also verlangte ihr Besitzer zu schnell zu viel von ihr. Sie war überfordert.“ Nun soll sie auf einer kurzen Distanz ihre Motivation und den Spaß am Rennen wiederfinden.

Am Ende des Renntages sind der siebenjährige Ignaz und der vierjährige Jackpot gefordert. „Ignaz ist treu, beständig und sieht in Mannheim immer gut aus“, glaubt Klein, dass der Wallach auch im Heinrich-Graeff-Gedächtnis-Rennen (1900 m, 17.45 Uhr) mitreden kann. „Jackpot dagegen ist ein Spätdebütant. Er läuft, um zu lernen“, ist er gespannt, wie sich der Hengst schlagen wird.

Natürlich ist auch ein Jagdrennen im Programm, im Preis der Inter-Versicherung (16 Uhr) stellt sich mit Mariele eine weitere Lokalmatadorin vor. Die siebenjährige Stute ist im Besitz des BRV-Ehrenpräsidenten Michael Himmelsbach. Topfavoritin ist allerdings der zuletzt dreimal in Serie erfolgreiche Wutzelmann.

Einzigartiges Trakehner-Rennen

Im Fegentri-WM-Lauf der Damen (1900 m, 14 Uhr) hat die für Deutschland reitende Lilli-Marie Engels die Chance, ihre Führung auszubauen. Mit 192 Punkten ist sie auf dem besten Weg, erstmals den Titel zu holen. Sie hat 40 Zähler Vorsprung vor den ebenfalls in Mannheim reitenden Naomi Heller (Schweiz, 152) und Alice Bertiaux (Belgien, 139). Bei den Männern (2500 m, 15.05 Uhr) ist die Top-Fünf der Rangliste am Start, ganz vorne liegt der Italiener Alberto Berton (127).

Für weitere Abwechslung sorgt das inzwischen 11. Trakehner-Rennen (17.15 Uhr), das noch immer einmalig auf deutschen Rennbahnen ist. Der Startschuss zum ersten von neun Rennen in Seckenheim fällt um 13.30 Uhr.