Lokalsport Mannheim

Fraueneishockey Mannheimer Bundesligist stellt sich sportlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen in der Corona-Saison

Mad Dogs zeigen Kampfgeist

Archivartikel

Mannheim.Der Auftakt ins Jahr 2021 führt die Mad Dogs Mannheim in der Frauen-Eishockey-Bundesliga gleich zum Rekordmeister Planegg-Würmtal, wobei der ESC seine Heimspiele aktuell in Miesbach austrägt. Für beide Teams stellen die Partien am Samstag (17 Uhr) und Sonntag (11.15 Uhr) die ersten Spiele nach der Weihnachtspause dar, wobei Planegg seine letzten beiden Begegnungen am 12. und 13. Dezember gar nicht austragen konnte: Wegen eines Coronafalles fiel das Spiel in Ingolstadt flach.

Die Mad Dogs verabschiedeten sich mit zwei Siegen gegen die Kölner Haie aus dem Jahr 2020. Direkt vor den Spielen beim ESC Planegg-Würmtal hatten die Mannheimerinnen das Problem, dass sie aufgrund einer Anweisung der Stadt Mannheim seit dem 23. Dezember noch nicht wieder in den Nebenhallen der SAP Arena trainieren durften. Auch von coronabedingten Spielabsagen sind die Kurpfälzerinnen nicht verschont geblieben, darunter fielen die Heimspiele gegen Planegg-Würmtal, mit denen die Bundesligaspielzeit 2020/21 eigentlich Mitte Oktober beginnen sollte.

Mit Platz vier im Soll

„In der vergangenen Saison haben wir Platz vier nur knapp verpasst, auf dem wir nun ins Jahr 2021 gehen. Sportlich betrachtet haben wir uns kontinuierlich verbessert und sind da auf dem richtigen Weg“, bilanziert Mad-Dogs-Teammanager Dirk Clauberg. Bei den Schwarz-Gelben hat sich US-Neuzugang Alex Woken mit bisher neun Toren und sechs Vorlagen aus elf Spielen schon als die erhoffte Verstärkung erwiesen.

Deutlich mehr Kopfzerbrechen bereiten Clauberg die Rahmenbedingungen: „Gerade im Fraueneishockey ist es schon ohne Corona nicht einfach, eine Bundesliga-Saison finanziell zu stemmen. Corona hat die Dinge für uns hier nicht leichter gemacht.“ Er ist daher froh, neben einigen treuen Sponsoren weitere Unterstützer gefunden zu haben. „Trotzdem kann man unter den aktuellen Bedingungen kaum vorausschauend planen. Um Planungssicherheit zu haben, müsste man schon zwei, drei größere Geldgeber mit an Bord haben, wobei wir im Frauen-Eishockey da gar nicht über so riesige Summen sprechen“, verdeutlicht Clauberg. Ihm ist jede Unterstützung willkommen, die das Frauen-Eishockey in der Eishockeystadt Mannheim wieder ein Stück weiter bringt.

Dass die Frauen-Eishockey-Bundesliga Mitte November den am 2. November angesichts der Corona-Pandemie zunächst eigentlich bis Anfang Dezember ausgesetzten Spielbetrieb wieder aufnehmen durfte, wertet der Mannheimer Teammanager als großen Erfolg. Auch wenn die Zuschauerzahlen in der Frauen-Eishockey-Bundesliga bei weitem nicht mit denen im Herrenbereich zu vergleichen sind, tut auch den Damen weh, dass keine Zuschauer vor Ort erlaubt sind. „Unsere Heimspiele sind eine Plattform für unsere Sponsoren, und auch das ist gerade sehr eingeschränkt“, sagt Clauberg. Er hofft, dass das Jahr 2021 hier bald wieder andere Möglichkeiten bietet.

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