Lokalsport Mannheim

Wertvollster Spieler Berliner ragt aus starkem DBB-Team heraus

Mattissek – der Dirigent des deutschen Spiels

Archivartikel

Mannheim.Die „MVP! MVP!“-Rufe seiner Teamkameraden wurden erhört: Die Auszeichnung als wertvollster Spieler („Most Valuable Player“) des 29. Albert-Schweitzer-Turniers ging an Deutschlands Kapitän Jonas Mattisseck – und das zu Recht. Aus dem homogenen Kollektiv des neuen und alten AST-Champions ragte der 18-jährige Point Guard von Alba Berlin als Schlüsselspieler heraus. Es waren die knappen Begegnungen, in denen Mattisseck den Unterschied machte. Beim schwierigen 86:85-Auftaktsieg über Israel nahm der 1,94-Meter-Mann das Heft in die Hand, mit 26 Punkten – darunter drei Dreipunktetreffer im Schlussviertel – legte er als Topscorer den Grundstein für den erfolgreichen Turnierverlauf. Auch beim 74:70 gegen die Türkei (22 Punkte, vier Assists) und im Halbfinale gegen Russland (16 Punkte, vier Assists) hatte Mattisseck die Ruhe weg.

„Ein perfekter Kapitän“

„Er war unser Anführer. So einen Spieler will man in jedem Team haben“, meinte Mitspieler Luc van Slooten. Auch Bundestrainer Alan Ibrahimagic war voll des Lobes. „Jonas ist ein perfekter Kapitän. Ein Vorbild, das vorangeht und dabei alle anderen unterstützt und fordert. Mit seiner überragenden Trefferquote und vielen Assists war er der Motor des Teams“, sagte der DBB-Coach – und geht davon aus, dass der Berliner sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat: „Spielerisch hat er sich in der vergangenen Saison enorm entwickelt, insbesondere, was die Spielkontrolle angeht.“

Mattisseck, der es als bester Aufbau auch ins Allstar-Team schaffte, gab sich bescheiden. „Die persönlichen Titel sind schön, aber wichtiger war, dass wir das Match gewinnen. Es ist wichtig, dass jemand die Jungs führt, aber das war bei dieser Mannschaft total einfach. Wir sind super zusammengewachsen und wissen jetzt, dass wir Spiele gewinnen können“, sagte das Aufbau-Ass – auch mit Blick auf die U-18-EM in Lettland (28. Juli bis 5. August).

Bei Alba begann der 18-Jährige die Saison beim NBBL-Team der Berliner und spielte sich mit mit guten Leistungen in die erste Fünf von Lok Bernau in der ProB. Zudem schaffte er es in den erweiterten Profikader. 

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