Lokalsport Mannheim

Hockey 4:5-Heimniederlage gegen Rot-Weiss Köln besiegelt in der ausverkauften Irma-Röchling-Halle das Viertelfinal-Aus

MHC-Herren am Boden zerstört

Archivartikel

Mannheim.Das Final Four um die deutsche Hallenhockey-Meisterschaft findet am kommenden Wochenende in Stuttgart ohne Mannheimer Beteiligung statt. Wie für beide Teams des TSV Mannheim Hockey (siehe eigener Bericht) war im Viertelfinale auch für die Herren des Mannheimer HC am Samstag Endstation. Mit 4:5 (3:3) unterlag der MHC vor 500 Zuschauern in der ausverkauften Irma-Röchling-Halle gegen Rot-Weiss Köln. Bereits zum Final Four 2018 hatte es keine Mannheimer Mannschaft geschafft. Damals scheiterten die MHC-Damen sowie die MHC- und TSVMH-Herren im Viertelfinale.

Das erneute Aus tat den MHC-Spielern Timm Haase und Paul Zmyslony besonders weh. Ihr Heimatverein ist der HTC Stuttgarter Kickers, der das Final Four ausrichtet. „Natürlich wären wir gerne zum Final Four gefahren, bei den Kickers hätte man sich auf uns gefreut“, sagte ein bitter enttäuschter Timm Haase. Der MHC-Stürmer ärgerte sich darüber, dass es in der 59. Minute keinen Siebenmeterpfiff gab, als er im Kölner Schusskreis unsanft zu Boden gebracht wurde. Zuvor hatte Paul Zmyslony eine Strafecke zum 4:5 (55.) in den Kölner Kasten gejagt und damit eine nervenaufreibende Schlussphase eingeläutet, die den Hausherren aber kein glückliches Ende mehr brachte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Blau-Weiß-Roten Torhüter Jean Danneberg für einen sechsten Feldspieler geopfert. Am 17-jährigen Goalie lag es allerdings nicht, dass der Südmeister aus Mannheim gegen den West-Vize aus Köln zurücklag. „Wir haben zwei gute Torhüter und beide auch in dieser Hallenrunde eingesetzt. Heute haben wir auf Jean gesetzt, und er hat das gut gemacht – gerade auch bei der Eckenabwehr“, unterstrich Matthias Becher. Der MHC-Trainer bedauerte vielmehr, dass man die Gäste zunächst zu leicht zu Strafecken kommen ließ.

Ein offener Schlagabtausch

„Da haben wir gerade in der ersten Halbzeit zu viele gegen uns bekommen“, bemängelte auch Jean Danneberg, der sich schon nach 23 gespielten Sekunden der ersten Ecke der Rheinländer ausgesetzt sah. Auf die erste folgte gleich die zweite. „Mit Johannes Große hat Rot-Weiss auch einen guten Eckenschützen, das wussten wir“, sagte Danneberg. Er war machtlos, als Großes zweiter Versuch auf der Torlinie am Fuß eines MHC-Spielers landete. Den fälligen Siebenmeter nutzte Jonas Gomoll zum 1:0 (2.) für Köln.

Die rasche Antwort gab Jossip Anzeneder mit dem 1:1-Ausgleich (3.). Patrick Harris brachte den MHC mit 2:1 (22.) in Führung, aber diesmal kam die Antwort der Rheinländer postwendend durch Thies Ole Prinz – 2:2 (23.). Vor der Pause war es wiederum Harris, der auf 3:2 (28.) stellte, aber Florian Pelzner glich für Köln zum 3:3 (30./Strafecke) aus. In Halbzeit zwei schossen Johannes Große (38./SE) und Jonas Gomoll (42.) eine 5:3-Führung für die Gäste heraus, die Zmyslony nur noch auf 4:5 verkürzen konnte.

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