Lokalsport Mannheim

Hockey Beim müden 1:0 gegen Mülheim zählen nur die Punkte

MHC ohne die nötige Spannung

Mannheim.Am Samstag hatte Rot-Weiss Köln durch einen 4:1-Auswärtssieg bei den Zehlendorfer Wespen dem Mannheimer HC Platz eins in der Staffel A der Feldhockey-Bundesliga der Damen zumindest vorübergehend entrissen. Den Spitzenplatz in der Staffel A holten sich die MHC-Damen dann aber am Sonntag durch einen 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen Uhlenhorst Mülheim wieder zurück. Um den Spitzenplatz auch in der Bundesliga-Gesamttabelle zu verteidigen, reichte der Sieg aber nicht aus. Aufgrund der besseren Tordifferenz liegt nun der punktgleiche UHC Hamburg an der Spitze, der beim Titelverteidiger und Hamburger Lokalrivalen Club an der Alster mit 4:1 und beim Münchner SC mit 1:0 gewann.

„Natürlich wussten wir, dass Köln an uns vorbeigezogen ist und es gegen Mülheim nun darum ging, den Spitzenplatz zurückzuerobern, dennoch haben wir kein gutes Spiel gemacht“, sagte MHC-Coach Nicklas Benecke, der bei seinem Team die nötige Spannung vermisste. „Ich hatte schon befürchtet, dass es nach den Topspielen zuletzt nun gegen Mülheim einen Spannungsabfall geben könnte“, sah sich der Chefcoach bestätigt.

Eine Strafecke reicht aus

„Zufrieden bin ich mit unserem Auftritt jedenfalls nicht. Letztlich war nur erfreulich, dass wir das Spiel gewonnen haben, denn das war auch ein wenig glücklich“, sah Benecke zwar auf beiden Seiten nicht unbedingt zwingende Torszenen, aber durchaus eher bemühte Gäste, die immerhin fünf Strafecken herausholten, aber keine davon im Tor von MHC-Torhüterin Lisa Schneider unterbringen konnten.

„So richtig Gefahr hat Mülheim damit aber auch nicht heraufbeschworen“, war Benecke durchaus froh, dass Mülheim kein Kapital aus diesen so wichtigen Standardsituationen schlugen. Was die Verwertungsquote bei Strafecken in der Partie anbelangt, hatte der MHC die Nase vorn. So konnten die Blau-Weiß-Roten eine einzige Strafecke in der Partie ergattern und diese nutzte Stine Kurz gegen Ende des dritten Spielviertels zum 1:0 (44.).

Auch im Schlussviertel zu passiv

Auch im Schlussviertel agierten die Mannheimerinnen weiterhin recht passiv, während Mülheim noch versuchte, zum 1:1-Ausgleich zu kommen. Doch letztlich retteten die Gastgeberinnen den knappen 1:0 Vorsprung über die Zeit. Dieses Spiel könnte für den MHC vielleicht sogar schon das letzte vor der Winterpause in der Feldhockey-Bundesliga der Damen gewesen sein. „Am Montag soll die neue Corona-Verordnung der Stadt herauskommen, mal sehen was das dann letztlich für uns bedeutet“, sagt der gebürtige Heidelberger. 

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