Lokalsport Mannheim

Spieler der Woche Friedrichsfelds Kapitän Benjamin Wanzek bereitete zuletzt gegen Lützelsachsen alle vier Germania-Tore vor

Mit Auge und Stimmgewalt

Mannheim.Seit acht Jahren im Verein, drei Trainer erlebt, den Aufstieg in die Kreisliga 2015 mitgestaltet. Benjamin Wanzek prägt beim FC Germania Friedrichsfeld eine erfolgreiche Ära und ist noch lange nicht am Ende. Der 34-Jährige ist Kapitän sowie Kopf der Kreisliga-Mannschaft und beweist nach wie vor stetig seine Klasse. Beim 4:3-Heimsieg gegen Lützelsachsen am vergangenen Spieltag bereitete Wanzek alle Tore vor und sicherte so den dritten Erfolg der Saison.

„Das Spiel war extrem ausgeglichen und schnell. Wir hatten zuletzt viele Urlauber und standen am Sonntag mit einer fast neuen Mannschaft auf dem Feld. Da haben wir gezeigt, was in dieser Saison möglich ist“, freut sich der Kapitän über einen gelungenen Start in die neue Runde und erklärt seine zahlreichen Torvorlagen. „Ich habe da schon ein ganz gutes Auge und weiß, wo der Ball hin muss. Wir spielen schon so lange zusammen, dass ich mir auch ziemlich sicher bin, dass die Kugel dann reingeht. Trainiert wird das nicht mehr, wir kennen uns einfach sehr gut auf dem Feld“.

Angefangen mit dem Fußball hat der Familienvater in Pfingstberg, über Rot-Weiß Rheinau führte sein Weg zu den Germanen. Eines steht fest: Hier wird seine aktive Karriere auch zu Ende gehen. „Friedrichsfeld ist für mich wie ein zweites Zuhause. Ich wohne in der Nähe, kenne alle hier und habe viele Freunde. Ich fühle mich extrem wohl, warum sollte ich mir also noch einmal irgendwo anders den Stress geben“, erklärt der 34-Jährige, der aktuell noch nicht ans Aufhören denkt: „Also zwei bis drei Jahre kann ich locker noch spielen. Ich bin so ehrgeizig wie am ersten Tag und habe richtig Lust auf Fußball. Noch rennen mir die Jungen auch nicht davon, von daher fühlt es sich noch ganz gut an“, lacht der Kapitän.

„Aufstieg ist durchaus möglich“

Nach der aktiven Karriere kann sich der Leitwolf durchaus auch ein Engagement an der Seitenlinie vorstellen, will aber auch seinem eigenen Sohn das Kicken beibringen: „Sollte Friedrichsfeld irgendwann einmal einen Trainer brauchen, werde ich sicher nicht Nein sagen und die Aufgabe angehen. Nach der aktiven Karriere werde ich aber erst einmal mit meinem Jungen auf den Sportplatz gehen, damit der abends richtig müde ist“.

Aktuell hat Benjamin Wanzek aber noch ganz andere ehrgeizige Ziele. Den Aufstieg in dieser Saison hält er für „durchaus möglich“ und schätzt das Team der Friedrichsfelder stärker ein als noch in der vergangenen Saison: „Ich will jedes Spiel gewinnen und aktuell ist das auch machbar. Wir haben eine gute Truppe, sind vor allem in der Breite sehr gut aufgestellt. Wenn der Hauptbestandteil des Kaders fit bleibt, dann glaube ich definitiv an den ganz großen Erfolg in diesem Jahr“.

Der Kapitän wird mit seinen gewohnten Stärken versuchen, die Mannschaft in Richtung Landesliga zu führen. Vor allem seine Führungsqualitäten und sein gutes Auge für den Nebenmann zeichnen den erfahrenen Spielmacher aus. Wanzek kennt allerdings noch ein weiteres Plus: „Auf dem Feld kann ich mit allen Spielern gut zusammenarbeiten. Das hilft enorm und gibt mir auch Möglichkeiten, das Teamgefüge stetig zu verbessern“.

Am Sonntag beim FV Hockenheim

Ein gutes Miteinander, das während des Spiels aber auch schon mal etwas rustikaler ausfallen kann: „In der Kabine bin ich still, das ist die Aufgabe des Trainers da die richtigen Worte zu finden. Auf dem Platz kann es dann aber schon zur Sache gehen. Nach Ansicht des ein oder anderen Schiedsrichters werde ich manchmal sogar etwas zu laut“.

Am Sonntag (15 Uhr) führt der Kapitän seine Mannschaft in Hockenheim auf das Feld. Der FV dümpelt kurz vor der Abstiegszone. „Eigentlich muss das ein sicherer Dreier sein. Allerdings haben die Hockenheimer einen starken Angriff, da müssen wir auf der Hut sein. Aber wenn wir die Leistung wie gegen Lützelsachsen auf den Platz bringen, bin ich sehr guter Dinge“.

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