Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga TV Friedrichsfeld fordert Tabellenführer TSV Birkenau heraus

Mit breiter Brust zum Spitzenreiter

Mannheim.Mit dem Rückenwind von drei Siegen aus den letzten vier Spielen, einem souveränen 30:24-Erfolg vom vergangenen Wochenende gegen Oftersheim und der Leichtigkeit des Außenseiters fahren heute Abend (20 Uhr) die Handballer des TV Friedrichsfeld zum Badenliga-Spitzenreiter TSV Birkenau. „Wir freuen uns auf dieses Spiel. Wir haben nichts zu verlieren, wissen aber auch, dass wir gut drauf sind“, erklärt TVF-Sprecher Florian Kuhn.

Als Tabellensiebter mit ordentlichen 11:13 Punkten ist das Team von Trainer Marco Dubois im Soll, hat allerdings bis zur Winterpause noch drei „richtig dicke Brocken“ – so Kuhn – vor der Brust: Nach dem Birkenau-Spiel geht es zum Tabellenzweiten SG Heidelsheim/Helmsheim, ehe zum Jahresabschluss das Heimspiel gegen den Dritten aus Neuenbürg ansteht. Und gegen irgendeinen dieser Meisterschaftskandidaten wollen die Friedrichsfelder schon noch punkten.

Gewachsene Rivalität

In Birkenau hat sich der TVF in der Vergangenheit immer teuer verkauft, die Odenwälder scheinen den Friedrichsfeldern zu liegen, und obwohl es kein echtes Derby ist, spricht auch Marco Dubois von einer gewissen Rivalität zwischen den beiden Teams, die in den vergangenen Jahren gewachsen ist und auch gepflegt wurde.

Birkenau präsentiert sich bislang jedoch sehr stabil – gerade in der heimischen Langenberghalle – und TSV-Trainer Axel Buschsieper will nach seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung die nächsten Punkte einfahren. Der frühere Friesenheimer Bundesliga-Spieler ist seit einem Jahr bei den Odenwäldern tätig und hat seitdem das Team deutlich weiterentwickelt.

Große Fan-Unterstützung

„Die Birkenauer sind sicherlich einer der Meisterschaftsfavoriten, auch wenn sie das noch von sich weisen“, ist Kuhn überzeugt. Die Friedrichsfelder werden mit vielen Fans in den Odenwald fahren und auch nahezu den kompletten Kader dabei haben. Lediglich Rechtsaußen Dennis Wegner, der in Examensvorbereitung steckt, und Nick Stahl, der sich mit einer Schulterverletzung herumplagt, werden fehlen.

Zwei Punkte hat der TSV Amicitia Viernheim fest eingeplant, wenn er morgen Nachmittag (16.30 Uhr) bei der HG Oftersheim/Schwetzingen II zu Gast ist. Mit einem Sieg wollen sich die Südhessen aus dem Abstiegskampf heraushalten und im engen Mittelfeld sich vom derzeitigen neunten Rang verbessern.

Allerdings warnt TSV-Amicitia-Trainer Frank Herbert vor den Gastgebern: „Man weiß nie, mit welchem Kader sie auflaufen, ob Spieler aus der ersten Mannschaft dabei sind oder nicht. Daher tun wir gut daran, uns auf uns und unsere Leistung zu konzentrieren.“ Meist ist die HG-Reserve bisher mit einer ganz jungen Truppe angetreten und liegt mit Platz elf und 8:16 Zählern am Rand zur Abstiegszone. Ein Manko der Oftersheimer ist vor allem die Defensive, während sie im Angriff laut Herbert „einen schnellen Ball spielen“ und technisch sehr gut ausgebildet sind.

Viel wird wieder einmal davon abhängen, wie der Kader der Viernheimer aussieht. Vor allem im ohnehin dünn besetzten Rückraum plagen den Trainer einige Probleme.