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Fußball VfR Mannheim spürt in der Vorbereitung die Auswirkungen der langen Pause / Trainer Backmann dennoch optimistisch

Mit dem Ball hapert es noch

Archivartikel

Mannheim.Seit knapp eineinhalb Wochen sind die Spieler von Fußball-Verbandsligist VfR Mannheim in der Vorbereitung auf die kommende Runde. Ein für Mittwochabend geplantes Testspiel im heimischen Rhein-Neckar-Stadion gegen den Regionalligisten FC Astoria Walldorf wurde allerdings wegen Unbespielbarkeit des Rasenplatzes kurzfristig abgesagt.

Andreas Backmann, der neue Coach der Mannheimer, hatte sich beim Trainingsbeginn vor zehn Tagen schon auf einiges eingestellt. Gespannt blickte er auf seine Spieler bei der ersten Trainingseinheit nach der durch den Coronavirus bedingten langen Vereins- und Spielpause. „Die Jungs haben ja drei Monate nicht trainiert. Normalerweise sind es ja vier Wochen zwischen Saisonende und Beginn der Vorbereitung auf die neue Runde“, sagte der 44-Jährige. Und Backmann sah auch nach den ersten Übungseinheiten, dass einige Dinge unrund liefen.

„Das Timing beim Spiel mit dem Ball ist bei den Jungs anfangs überhaupt nicht da gewesen. Auch das Zweikampfverhalten hat nicht gestimmt. Man sieht schon, dass die Spieler in den vergangenen Wochen meist nur individuell gelaufen sind. Beim Spiel mit dem Ball haperte es noch. Um die Abläufe wieder zu bekommen, braucht es schon noch Zeit“, sagte der Coach. Die drei Monate Zwangspause machten sich also schon bemerkbar.

Nichtsdestotrotz ist Backmann mit den ersten 14 Tagen zufrieden. „Das Ziel war, dass sich niemand verletzt. Das haben wir erreicht“, sagt der Neu-Trainer, der weiter betont: „Es läuft schon ganz gut, auch außen herum stimmt es. Wir wollen die Arbeit kontinuierlich fortsetzen. Die Mannschaft muss sich ja erst einmal finden. Bis auf das ausgefallen Spiel am Mittwoch war bisher alles gut.“

Erster Test endet Unentschieden

Ein erstes Testspiel hat der VfR aber auch schon ausgetragen. Gegen den pfälzischen Landesligisten SV Büchelberg gelang den Rasenspielern ein 1:1. „Das Ergebnis war sicherlich den harten Trainingseinheiten der ersten Tage geschuldet. Von daher sollte das nicht überbewertet werden, auch wenn wir natürlich gerne gewonnen hätten“, sagte Backmann, der mit einem 4-2-3-1-System spielen ließ, aber auch betonte: „Damit haben wir angefangen, aber in den nächsten Wochen wollen wir schon noch zwei, drei andere Spielsysteme kennenlernen.“

Die Kaderplanungen beim VfR sind erst einmal abgeschlossen. Das bestätigte Backmann am Mittwoch: „Wir haben 20 Feldspieler und drei Torhüter, das ist in Ordnung.“ Zwei Akteure sind aber noch nicht voll einsatzbereit. Der offensive Yannick Tewelde, der schon vor Corona im Aufgebot stand, ist nach seiner schweren Bänderverletzung aus der vergangenen Saison noch nicht so weit. Und auch Mittelfeldspieler Rafael Cardoso, der vom Pfälzer Verbandsligisten VfR Mannheim kam, ist nach einer leichten Blessur noch im Aufbautraining, soll aber bald wieder fest zur Verfügung stehen.

Gegen Büchelberg standen viele neue Gesichter im VfR-Trikot auf dem Platz. Die Kapitänsbinde trug mit Max Denefleh, aber einer, der am längsten im Verein ist. Doch einen Kapitän hat Backmann noch nicht bestimmt. „Das Thema ist mir ehrlich gesagt, nicht so wichtig. Die Spieler, die meine Vorgaben auf das Spielfeld tragen sollen, brauchen nicht unbedingt Spielführer zu sein“, sagte der Coach.

Dass der Badische Fußballverband jüngst die Pokalspiele schon terminiert hat, bringt unterdessen das Vorbereitungsprogramm des VfR ein bisschen durcheinander. „Wir haben ja im Vorfeld sehr viele Testspiele ausgemacht, weil wir auch nicht gewusst haben, ob es eine Pokalrunde in dieser Saison geben wird. Jetzt müssen wir mal schauen. Klar, wollen wir im Pokal so weit wie es geht, kommen, aber die Vorbereitung auf die Runde ist sehr wichtig und wir wollen versuchen, Verletzungsprobleme zu vermeiden.“ In der ersten Runde trifft der VfR schon am 2. August auf den SC Reilingen. „Da sollten wir weiterkommen“, erklärte der VfR-Trainer.

Am Mittwoch gegen Worms

Mit Leon Ampadu Wiafe (18 Jahre) und Leon Ono (19) haben Backmann und der Sportliche Leiter Hakan Atik zudem zwei talentierte Youngster in den Kader der Verbandsliga-Mannschaft hochgezogen. „Die beiden Jungen machen das erstaunlich gut“, zeigte sich Backmann von den ersten Eindrücken der zwei angetan. Die drei Keeper Marcel Lentz, Alexander Jäger und Joshua Burkhardt werden derweil seit kurzem von Kevin Knödler trainiert. Der 44-jährige Ex-Schlussmann des SV Waldhof war zuletzt Cheftrainer des SV 98 Schwetzingen.

Am kommenden Mittwoch, 22. Juli, bestreitet der VfR Mannheim im Rhein-Neckar-Stadion ein weiteres Testspiel. Um 19 Uhr heißt der Gegner Wormatia Worms (Oberliga). Zuvor trifft die Backmann-Elf am Samstag, 18. Juli, auf dem Sportplatz in Wieblingen in einer Vorbereitungsbegegnung auf den 1. CfR Pforzheim.

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