Lokalsport Mannheim

MM-Extra-Spiel VfR Mannheim fiebert der Verbandsliga-Toppartie gegen Friedrichstal entgegen – allerdings fallen ein paar Spieler aus

Mit Freude und Sorgen ins Gipfeltreffen

MANNHEIM.Manuel Wengert hat erst ein Spiel als Trainer des VfR Mannheim absolviert – und seine Mannschaft mit dem 1:0-Arbeitssieg beim FC Espanol Karlsruhe gleich einmal dort hingeführt, wo sie auch am Saisonende stehen möchte: auf den ersten Tabellenrang in der Fußball-Verbandsliga Nordbaden. Am morgigen Samstag wartet auf Wengert und seine Spieler aber die Bewährungsprobe schlechthin. Der Spitzenreiter trifft um 15.30 Uhr im heimischen Rhein-Neckar-Stadion auf den Tabellenzweiten Germania Friedrichstal.

Eine Auswärtsmacht

„Wir haben nicht das gezeigt, was wir können, aber das Wichtige waren eben die drei Punkte“, sagt Wengert im Rückblick auf die Partie in Karlsruhe. Er betont: „Es ist aber auch auf diesem schwer zu bespielbaren Platz schwierig gewesen, unser Ding durchzuziehen. Das war ein dreckiger Sieg, der sicher Selbstvertrauen gibt.“

Gegen Friedrichstal erwartet der Coach nun ein Spiel auf Augenhöhe. Auswärts ist die Germania in dieser Saison eine Macht und holte mit 25 Zählern aus elf Spielen mit Abstand die meisten Punkte. „Die Germania tritt als geschlossene Einheit auf. Bei Friedrichstal ist alles aufeinander abgestimmt. Dann hat die Germania eben auch noch den einen oder anderen Ausnahmespieler. Da müssen wir wirklich alles in die Waagschale werfen, wenn wir da gewinnen wollen. Aber ich freue mich auf dieses Spitzenspiel“, sagt Wengert.

Personell hat der VfR einige Ausfälle zu beklagen. Verzichten müssen die Mannheimer auf Oliver Malchow, der in Karlsruhe mit Rot vom Platz flog. Auch aufgrund der Stellungnahme des VfR wurde beim Strafmaß jedoch nur „unsportliches Verhalten“ zugrunde gelegt und Malchow nur für ein Spiel gesperrt. „Das war kein rotwürdiges Foul. Er ist mit gestrecktem Bein reingegangen, hat seinen Gegner aber nicht getroffen“, betont Wengert.

Weiter fallen mit Steffen Kochendörfer und Christopher Hiller, die beide noch über muskuläre Probleme klagen, zwei Alternativen aus. Stürmer Norman Refior laboriert nach wie vor an einer Sprunggelenksverletzung und wird wohl am Samstag auch nicht zum Einsatz kommen.

„Habe meine Ideen“

Taktisch wird Wengert wohl nichts groß gegenüber dem Karlsruhe-Spiel in der Vorwoche verändern. „Ich habe meine Ideen, aber wir werden uns erst einmal voll auf uns konzentrieren.“

Am Sonntag steigt übrigens das Verfolgerderby zwischen Fortuna Heddesheim und dem 1. FC Bruchsal. Anpfiff ist um 15 Uhr. Die Heddesheimer liegen als Tabellendritter fünf Punkte hinter dem VfR, haben aber bislang ein Spiel weniger absolviert.

Bruchsal ist Fünfter und hat drei Zähler Rückstand auf die Fortuna. Auch nach Heddesheim wird der Blick des VfR und von Friedrichstal somit sicherlich schweifen.