Lokalsport Mannheim

Tennis ITF-Turnier in Nußloch soll erst 2022 wieder stattfinden

MLP-Cup fällt aus

Archivartikel

Nußloch.Ruben Bemelmans und Jonas Forejtek lieferten sich Ende Januar im Nußlocher Racket-Center ein hochklassiges Finale, in dem sich der Belgier Bemelmans am Ende nach drei Sätzen den Titel beim 17. MLP-Cup sicherte. Das Endspiel war ein passender Abschluss für eine gelungene Turnierwoche. Der ITF-Dauerbrenner steht in der Metropolregion seit Jahren für hochklassigen Tennis-Sport und wurde 2017 zum besten Turnier der DTB German Masters Serie gewählt – doch 2021 fällt der MLP-Cup, der vom 24. bis 31. Januar geplant war, wegen der Pandemie aus. Das teilte Organisator Matthias Zimmermann mit.

Aufgrund der Entwicklung der Corona-Zahlen sei unter anderem damit zu rechnen, dass die internationalen Teilnehmer Reiseschwierigkeiten haben werden und Zuschauer die Matches nicht in der gewünschten und gewohnten Zahl verfolgen können. Zudem erwartet Zimmermann, dass weitere Sponsoren ihr Engagement bei der bislang mit 25 000 US-Dollar dotierten Veranstaltung einstellen.

Sponsoren springen ab

„Wichtige Sponsoren haben bereits ihre Absage übermittelt. Allein mit dem weiterhin bestehenden Engagement unseres langjährigen Partners MLP SE ist eine solche Veranstaltung jedoch nicht zu stemmen“, betonte der Turnier-Organisator, der mit Blick auf die schwierige Gesamtsituation deutliche Formulierungen wählt: „Wir haben in all den Wochen der Pandemie die politischen Entscheidungen mitgetragen und alle Verordnungen mehr als penibel umgesetzt. Derzeit aber können wir beim besten Willen aufgrund zahlreicher Unklarheiten und ständiger Veränderungen nicht die Voraussetzungen erkennen, die wir als unabdingbar erachten, um in verantwortungsvoller und vernünftiger Weise unser Gesundheits- und Sportangebot aufrechtzuerhalten.“

Zimmermann, der alles daran setzen will, um den MLP Cup 2022 wieder stattfinden zu lassen, moniert weiter: „Die Organisation eines Weltranglistenturniers braucht das Vertrauen in die Verlässlichkeit der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Diese Verlässlichkeit – und vor allem die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen – sehen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr als gegeben an.“ 

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