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Fußball Präsidentschaftskandidat des KSC muss sich gedulden

Müller steht die der Satzung im Weg

Karlsruhe.Präsidentschaftskandidat Martin Müller muss eine Woche vor der Mitgliederversammlung des Zweitligisten Karlsruher SC um die Zulassung seiner Bewerbung bangen. Das bestätigte der Herausforderer von Amtsinhaber Ingo Wellenreuther am Sonntag. Der Wahlausschuss des Vereins bemängelte Müllers wirtschaftliche Verquickung mit der Immobiliengesellschaft CG Gruppe, in deren erweiterter Führungsebene der 55-Jährige sitzt. Die Gesellschaft ist nicht nur beim KSC engagiert, sondern als Sponsor auch bei den Bundesligisten RB Leipzig und Hertha BSC.

Genau darin sieht der Ausschuss einen möglichen Konflikt mit der Vereinssatzung und will sich nun zusätzlichen Rat bei den Juristen der Deutschen Fußball Liga (DFL) holen. Aus deren Lizenzierungsbestimmungen hatte der Club den entsprechenden Satzungstext übernommen. „Ich habe damit gerechnet. Denn wer unsere Satzung kennt, kommt eigentlich von alleine darauf, dass es diesen Passus gibt“, sagte Müller. Nach eigenen Angaben hatte er sich vor seiner Kandidatur von einem Fachanwalt beraten lassen.

Entscheidend in der Frage der wirtschaftlichen Verquickung ist nach Müllers Ansicht das Wort „erheblich“. „Wir sind aber bei RB Leipzig und Hertha BSC unter 0,5 Prozent des Jahresumsatzes engagiert. Da würde ich nicht von ‘erheblichem’ Engagement sprechen“, betonte Müller.

Die Entscheidung, die spätestens am Dienstagmorgen veröffentlicht werden soll, erwarte er daher seinem „Naturell entsprechend vorsichtig optimistisch“. Sollte seine Kandidatur allerdings abgelehnt werden, will der Unternehmer den Ehrenrat des Vereins anrufen.

Schweigsamer Wellenreuther

Wellenreuther, der sich am kommenden Samstag zu seiner dritten Wiederwahl stellen will, wollte den Sachverhalt nicht weiter kommentieren. „Der Wahlausschuss ist ein unabhängig arbeitendes Vereinsorgan, das laut Satzung alle formellen Voraussetzungen der Kandidaten zu prüfen hat. Vor diesem Hintergrund steht es mir als Präsident des Vereins nicht zu, seine Arbeit in irgendeiner Weise zu kommentieren“, sagte der amtierende Präsident. dpa

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