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Handball-Badenliga TSV Amicitia Viernheim startet mit einem 30:34 in Hardheim ins neue Jahr

Müller vermisst den Willen

Viernheim.Nur zwei Spiele standen am Wochenende in der Handball-Badenliga an, die erst nächste Woche wieder den kompletten Spielbetrieb aufnimmt. Während die knappe 27:28 (14:16)-Niederlage der SG Leutershausen II gegen Tabellenführer TV Knielingen als Achtungserfolg zu werten ist, war man beim TSV Amicitia Viernheim nach dem 30:34 (14:17) beim TV Hardheim alles andere als zufrieden.

„Die Hardheimer haben verdient gewonnen, weil sie den Sieg mehr wollten“, ärgerte sich TSV-Amicitia-Trainer Christian Müller. „Man kann verlieren, aber wenn es der größere Wille ist, der den Ausschlag gibt und wir deshalb verlieren, dann ist das nicht in Ordnung“, so der Coach, der im Training die Partie aufarbeiten will: „Darüber wird noch zu reden sein, aber wir müssen dann auch gleich wieder nach vorn schauen“, meint Müller mit Blick auf das kommende Spiel beim TV Plankstadt.

Schon in den ersten Minuten im Odenwald präsentierten sich die Südhessen indisponiert, warfen gleich zwei Bälle weg. Dass es nach zwölf Minuten dennoch 8:8 stand, zeigt, dass an diesem Abend durchaus mehr möglich gewesen wäre. „Wir hatten einen Matchplan, der eigentlich auch gepasst hat“, meinte Müller, „aber die Spieler haben sich mit zunehmender Dauer nicht mehr daran gehalten“.

Hardheim zog auf 13:9 davon und führte in der Folge bis zum 29:26 (52.) immer mit drei, vier Toren. Doch entschieden war das Spiel trotz vieler Fehler der Viernheimer noch lange nicht: Beim 28:29 (56.) war ein Punktgewinn wieder in Reichweite. „Da war tatsächlich noch einmal etwas drin, aber eine ärgerliche Zeitstrafe gegen Florian Rech hat uns dann richtig wehgetan“, so der Coach: In Überzahl zog Hardheim wieder auf 33:29 davon und machte damit den Sack zu.

„Natürlich war die Vorbereitung alles andere als ideal. Einige Spieler kamen erst am Samstagabend aus dem Skiurlaub zurück und wir haben kein einziges Mal komplett trainiert. Dennoch wäre hier mehr möglich gewesen“, bilanzierte Müller enttäuscht.

TSV Amicitia: Koch, Hoffmann, Best – Megyeri (1), Willner, Ronny Unger (5), Robin Unger (8/3), Mehl, Oswald (1), Rech (3), Müller (1), Hubert (6), König (4), Gröger (1).

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