Lokalsport Mannheim

Handball-BW-Oberliga, Frauen HSG unterliegt St.Leon mit 22:25

Nach der Pause außer Tritt

Mannheim.Vier Zeitstrafen binnen einer Minute waren dann doch zuviel, um noch einmal eine erfolgreiche Aufholjagd zu starten: Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Mannheim lagen gegen zehn Minuten vor dem Ende gegen die HSG St. Leon/Reilingen mit 16:20 zurück, dann mussten in kurzer Folge Nathalie Schützdeller (53:23), Caroline Vreden (53:42), Cora Goldmann (54:13) und Anke Schalk (54:43) runter und die Seckenheimerinnen standen nur noch zu zweit auf dem Feld. Dies nutzten die Gäste eiskalt aus und machten beim 16:24 den Sack zu. Zwar gelang es der Mannschaft von Trainer Peter Jano, die Niederlage am Ende mit 22:25 (11:7) noch in Grenzen zu halten, aber die Enttäuschung war natürlich riesig.

Schon die Voraussetzungen waren alles andere als rosig: Nadine Titze fehlte urlaubsbedingt, Anne Wild musste mit einer Fußverletzung passen. Dafür sprang die erfahrene Henrike Fink mal wieder ein und zeigte mit drei Treffern, dass sie nichts verlernt hat. „Die erste Hälfte war absolut in Ordnung“, meinte Mannheims Coach angesichts der 11:7-Pausenführung und einem zwischenzeitlichen 7:4 (19.). Besonders Torhüterin Sarah Kral-Meinhardt und die beiden Außen Hannah Edelmann und Monja Lorenz zeigten sich glänzend aufgelegt.

Nach dem Wiederanpfiff dann der fast schon obligatorische Durchhänger der Gastgeberinnen: St. Leon agierte in der Deckung defensiver, Mannheim fand kein Mittel und zudem häuften sich unnötige Ballverluste. „Uns fehlten auch einfach Spielerinnen, die bei einer solchen Abwehr von hinten werfen“, erkannte Nathalie Schützdeller. In der 40. Minute gelang den Gästen erstmals der Ausgleich (14:14), beim 14:19 (47.) liefen die Seckenheimerinnen schon fünf Toren hinter, ehe die Zeitstrafenflut sie um jegliche Chance brachte. me