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Handball Die Eulen sind gegen die Füchse Berlin nur Außenseiter, haben inzwischen aber Übung im Favoritenärgern

Nach der Pflicht nun die Kür?

Archivartikel

LUDWIGSHAFEN.Die Pflicht haben die Eulen Ludwigshafen am vergangenen Samstagabend mit dem Auswärtssieg beim Schlusslicht HSG Nordhorn-Lingen erfüllt. Am Donnerstag will der Tabellenvorletzte der Handball-Bundesliga nun wieder einen der sogenannten Großen der Liga ärgern. Die Mannschaft von Eulen-Trainer Benjamin Matschke empfängt um 19 Uhr die Füchse Berlin.

Das 21:19 in Nordhorn war der erste Auswärtserfolg der Eulen in dieser Saison und zugleich der dritte Sieg in Folge. Die Brust der Ludwigshafener Akteure ist dementsprechend breit. „Wir müssen uns auch vor Berlin nicht verstecken“, sagt Rechtsaußen Alexander Falk. Der 22-Jährige hat sich in dieser Saison enorm entwickelt. Das Besondere: Falk ist ein echtes Eigengewächs der Eulen. Schon mit vier Jahren trug der Lehramtsstudent der Pädagogischen Hochschule in Heideberg das Trikot der TSG Friesenheimer. Mit 17 gab er sein Debüt in der Ersten Mannschaft.

Technische Fehler minimieren

In dieser Saison hat sich der ehemalige Juniorennationalspieler noch einmal gesteigert und wirft von außen regelmäßig wichtige Treffer für die Pfälzer. Und Falk weiß: Eine Überraschung gegen die Berliner ist am Donnerstag möglich. Was es dafür braucht? „Wir müssen auf jeden Fall die technischen Fehler minimieren, denn die waren in Nordhorn eindeutig zu viel. Natürlich ist Berlin in dieser Partie der klare Favorit gegen uns. Aber wenn wir an die kämpferischen Leistungen aus den Heimspielen im Dezember anknüpfen können, sehe ich auch gegen die Füchse auf jeden Fall eine Möglichkeit, etwas mitzunehmen.“

Im Hinspiel waren die Berliner allerdings eine Nummer zu groß für die Pfälzer. Zur Halbzeit lagen die Eulen damals nur mit 9:12 zurück. Doch nach dem Seitenwechsel lief nichts mehr für Falk und Co. zusammen. Das 19:29 war zugleich die bislang höchste Niederlage der Ludwigshafener in dieser Bundesliga-Spielzeit.

Matschke setzt auf Heimvorteil

Die Berliner kommen auch diesmal als haushoher Favorit in die Ebert-Halle. Das Team von Trainer Velimir Petkovic ist Tabellenfünfter und hat nur vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter THW Kiel. Mit einem 33:27-Heimsieg gegen HBW Balingen-Weilstetten sind die Hauptstädter auch ganz ordentlich aus der Europameisterschaftspause gekommen. Die Eulen haben also eine ganz harte Aufgabe vor sich.

„Mit Paul Drux und Hans Lindberg in überragender Form treffen wir auf eine Top-Mannschaft, die sicherlich noch oben angreifen will und andere Ziele verfolgt. Für uns ist das eine maximal schwere Begegnung“, betont auch Eulen-Coach Benjamin Matschke, der aber die Atmosphäre in der eigenen Halle als großen Vorteil sieht. „Wir hoffen, dass wir den Funken von Beginn an überspringen lassen können, die Zuschauer mitnehmen und von der Emotionalität und Mentalität da anknüpfen können, wo wir im Dezember gegen Flensburg und Göppingen aufgehört haben. Wichtig wird sein, dass wir gleich voll da sind, gleich Puls haben und gleich alles reinlegen.“ Oder kurz: Die Fuchsjagd der Eulen ist eröffnet.

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