Lokalsport Mannheim

Fußball Rico Fotis scheitert mit Kandidatur für den Vorsitz

Opposition beim Kreistag

Archivartikel

Heddesheim.Nur wenige Tage vor dem Kreistag hatte Rico Fotis, Teil der Initiative #neuanfangbfv2020, eine Kandidatur um den Vorsitz des Fußballkreises Mannheim noch ausgeschlossen. Umso überraschender war dann das Erscheinen von Fotis und seinen Mitstreitern auf dem Kreistag am Samstag in der Nordbadenhalle in Heddesheim. „Ich habe mich spontan entschieden, dem Kreistag als Gast beizuwohnen“, erklärte Fotis im Nachgang und ging später sogar so weit, doch eine Kandidatur anzustreben.

Zunächst verlief die Veranstaltung entlang der satzungsgemäßen Tagesordnungspunkte. Kreisvorsitzender Harald Schäfer zeigte sich in seinem Bericht entsetzt über die Zunahme der Gewalt auf den Sportplätzen. „Was sich stark verändert hat im Laufe der Jahre, sind die Brutalität, mit der teilweise vorgegangen wird, und die Respektlosigkeiten gegenüber Gegnern, Schiedsrichtern oder Zuschauern“, so Schäfer. „Aber wir begegnen diesen Vorfällen nicht tatenlos.“

Keine Kampfabstimmung

Bei den später angesetzten Neuwahlen kam es dann doch nicht zu der erwarteten Kampfabstimmung. Fotis wurde zwar von Ralph Kirchhoff als Kandidat vorgeschlagen, allerdings war Kirchhoff nur als Gast im Saal. Somit besaß der frühere Kreisvorsitzende keine Stimmkarte und hatte damit laut bfv-Verbandsrichter Andreas Pitz keine Verfügung, einen Kandidaten vorzuschlagen. „Den Hinweis, dass sich diese Aussage nicht mit der Satzung deckt, sondern, dass jedes aktive Vereinsmitglied des Kreises wählbar ist, ließ Herr Pitz unbeachtet“, kritisierte Fotis. Allerdings wurde Fotis anschließend auch aus den Reihen der stimmberechtigten Teilnehmer nicht als Kandidat nominiert. „Somit hat sich der Fußballkreis wie auch der bfv wieder einmal um neue Ideen, Konzepte, Positionen und Personen gebracht“, so Fotis.

Für den Kreisvorsitzenden Harald Schäfer sind die Neuwahlen satzungskonform abgelaufen. „Andreas Pitz hat den stimmberechtigten Vereinsvertretern die Möglichkeit gegeben, einen weiteren Kandidaten zu nennen. Hier wurde Rico Fotis nicht vorgeschlagen.“ Am Ende wurde Schäfer mit seinem Team einstimmig wiedergewählt, seinen Fokus will er in der kommenden Amtsperiode hauptsächlich auf die Jugendarbeit richten, um dem Schwund an Jugend-Mannschaften entgegenzuwirken.

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