Lokalsport Mannheim

Turnen Mehrkampftitel bei der Jugend-DM

Paula Vega Terrago erfüllt sich einen Traum

Archivartikel

Unterhaching.Einmal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze haben die Turnerinnen aus dem Mannheimer Leistungszentrum bei den deutschen Jugendmeisterschaften gewonnen. Zudem qualifizierten sich vier Mädchen für insgesamt 14 Gerätefinals. „Damit sind wir zufrieden – auch wenn sogar noch etwas mehr drin gewesen wäre“, sagte LZ-Trainerin Alina Rothardt.

Mit dem Mehrkampftitel in der AK 12 und drei weiteren Medaillen an den Einzelgeräten landete Paula Vega Terrago (TV Bodenheim) in Unterhaching den größten Coup. Die Kleinste der sechs Mannheimerinnen bewies bei ihrem DJM-Debüt im Vierkampf Nervenstärke. Sie führte nach drei Geräten zwar mit 34,504 Punkten, musste aber am Balken eine Topleistung bringen, um vorne zu bleiben, da ihre Verfolgerin Lucia Meyer (Chemnitz) mit 34,014 knapp hinter ihr lag. Doch Paula ließ sich nicht beirren. Obwohl alle Augen auf sie gerichtet waren, lieferte sie mit 11,60 Punkten die beste Übung aller Konkurrentinnen ab.

Überglücklich stürzte sie in die Arme ihrer Trainerinnen, hatte sie sich doch mehr als einen Traum erfüllt. „Ich möchte eine Medaille, am liebsten im Mehrkampf“, hatte sie vor den „Deutschen“ gesagt. Zwar war am nächsten Tag die Luft etwas raus, dennoch sicherte sie sich am Sprung Silber (12,067), am Barren (10,267) und Boden (11,734) Bronze. Am Balken wurde sie Fünfte (9,567). Nun winkt ihr als Lohn sogar eine Länderkampf-Nominierung.

Auch Bea Fichtner (TSG Ketsch) überzeugte. Sie krönte ihre Leistung mit Silber am Balken (10,834). Am Boden wurde sie Vierte (11,267), am Sprung Sechste (11,45). Zwar musste sich Shila Tandogan (SV Ostfildern) in der AK 12 wegen eines hart bestraften Sturzes am Barren mit Rang 14 begnügen (37,768), aber an den anderen Geräten erfüllte sie alle Erwartungen. Zahlenmäßig am stärksten besetzt war die AK 14, als Elfte schlug sich Hannah Dietz vom TV Brühl wacker (42,868).

Klumpp hadert

Mit sich selbst unzufrieden war in der AK 15 Muriel Klumpp (TSV Wiesental), sie verpasste erneut die Kadernorm. „Sie denkt zu viel, hat sich wieder zu sehr unter Druck gesetzt“, analysierte Coach Rothardt.

Dabei wurde Klumpp im Mehrkampf Fünfte (45,335) und qualifizierte sich für die Finals am Barren (6.), Balken (5.) und Boden (5.), doch eine Medaille blieb ihr versagt. Über Bronze am Balken (11,70) jubelte dagegen Laeticia Gloger (Eintracht Frankfurt). Im Vierkampf lag sie einen Rang hinter Klumpp (42,101), in den anderen Finals wurde sie Fünfte am Sprung und Barren, Sechste am Boden.