Lokalsport Mannheim

Fußball-Landesliga Torwart musste die Milz entfernt werden

Polat-Schock wirkt in Neckarau nach

Archivartikel

Mannheim.Der Schreck sitzt den Akteuren des Fußball-Landesligisten VfL Kurpfalz Neckarau offenbar noch immer tief in den Knochen. Torwart Burak Polat verletzte sich beim Derby gegen den FK Srbija (2:2) nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler so schwer, dass er wie berichtet im Krankenhaus notoperiert werden musste. „Er hatte einen Milzriss und innere Blutungen“ berichtet Neckaraus Teamchef Lacky Paschaloglou. „Von außen sah das im ersten Moment gar nicht so schlimm aus. Beide sind umgefallen. Burak hat nach Luft geschnappt, doch kurz danach weiter gespielt. Erst später hat er über einen Druck im Bauch geklagt. Dann mussten wir sofort reagieren und haben den Krankenwagen geholt.“

Schoch rückt zwischen die Pfosten

Polat lag Anfang der Woche noch auf der Intensivstation, sein Zustand gilt laut Paschaloglou aber als stabil und in Kürze soll der Torwart auf eine normale Station verlegt werden. „Die Milz ist raus, aber die Ärzte haben gesagt, dass man auch ohne gut leben kann, wenn man auf sich achtet. Das ist alles schlimm. Das Wichtigste ist, das Burak, der in den vergangenen drei Jahren viele Verletzungen hatte, schnell wieder gesund wird“, sagt der Teamchef.

Im Spiel beim ASV/DJK Eppelheim steht bei den Neckarauern am Sonntag, 15 Uhr, nun Gerrit Schoch zwischen den Pfosten. „Wir hätten erst dann ein richtiges Torwartproblem, wenn sich Gerrit verletzen würde. Aber wir müssen schauen, dass wir noch jemand als Ersatz holen, denn die Jungs aus der U 23 und der A-Jugend müssten sich erst einmal reinfinden“, sagt Paschaloglu.

Gute Nachrichten gibt es aber auch: Stephan Abel meldete sich wieder fit und könnte gegen Eppelheim zur Verfügung stehen. In der Tabelle stehen die Neckarauer derzeit auf dem zehnten Platz. Der VfL Kurpfalz hat fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. „Wir hätten aus den ersten beiden Spielen nach Winterpause gegen Bammental und Srbija gerne drei Punkte gehabt, letztlich wurde es nur einer. Aber Srbija hat es uns mit dem 5-4-1-System schwergemacht. Wir müssen damit leben und sind zuversichtlich, dass wir in den nächsten Partien punkten“, sagt Paschaloglou.

Der FC Türkspor tritt am Sonntag, 15 Uhr, im Derby beim FV Brühl an. Der FK Srbija spielt zeitgleich gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Drittletzten FT Kirchheim.

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