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MM-Extra-Spiel Mit einem 3:2-Erfolg beim VfR Mannheim II verabschiedet sich der SC Rot-Weiß als Spitzenreiter in die Pause

Primus Rheinau dreht ein 0:2

Mannheim.Als der 3:2 (2:2)-Sieg beim VfR Mannheim II perfekt war und sich die Spieler des Kreisliga-Tabellenführers SC Rot-Weiß Rheinau in die Winterpause verabschiedeten, konnte auch Trainer Ralf Eckl eine positive Bilanz ziehen. „Ich bin mit der Hinrunde absolut zufrieden. Die Jungs haben jetzt die Zeit, ein wenig Abstand vom Fußball zu gewinnen und dann schauen wir, dass wir gut in die Rückrunde starten. Unser Ziel sind die Top Zwei“, zog der Coach ein erstes Fazit.

Bis die drei Punkte unter Dach und Fach waren, musste der Favorit allerdings viel investieren. Schließlich ging der VfR mit dem Selbstbewusstsein von fünf Partien ohne Niederlage in die Partie, während Primus Rheinau zuletzt seine erste Saisonniederlage gegen Hockenheim hinnehmen musste.

Das Spiel begann denkbar schlecht für die Rheinauer: Schon nach zwei Minuten fasste sich VfR-Spieler Sahin Aygünes ein Herz und wuchtete den Ball von der rechten Strafraumkante in den Winkel. „Der Anfang lief ganz schlecht für uns. Wir hatten eigentlich alles im Griff, aber kriegen direkt zwei frühe Kontertore“, beschrieb Rheinaus Kapitän Salvatore Vullo den missglückten Start seiner Mannschaft. Und der SC wurde nach 13 Minuten erneut per Konter bestraft. Diesmal legte Abdellatif Sabri nach feinem Zuspiel den Ball an Rheinaus Schlussmann Feth vorbei ins Tor. Auch Eckl hatte seiner Mannschaft wenig vorzuwerfen: „Wir waren präsent und haben das Spielgeschehen eigentlich von Anfang an bestimmt, bekommen dann aber solche Kontertore.“ Lob sprach er seinem Team aber vor allem für die Charakterstärke aus: „Wir sind gut zurückgekommen und haben das Spiel gedreht. Der VfR hat uns viel abverlangt.“

Rheinau gelang es noch vor der Halbzeit, durch Tore von Anthony Meckel (27.) und Salvatore Vullo (34.) die unglückliche Anfangsphase vergessen zu machen. Kurz vor der Pause erspielten sich die dominanten Rheinauer noch weitere Hochkaräter und hätten hier sogar die Führung verdient gehabt. „Da müssen wir wesentlich konsequenter sein und das Spiel viel früher entscheiden“, haderte Coach Eckl mit der Chancenverwertung.

Nadler sorgt für die Wende

Rheinau belohnte sich dann aber zu Beginn der zweiten Halbzeit für den betriebenen Aufwand. SC-Innenverteidiger Percy Nadler kam nach einer Ecke von Oliver Hörber frei zum Kopfball und nickte zum 3:2-Endstand ein (53.).

VfR-Trainer Giuliano Tondo zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Das war heute Nichts. Gratulation an Rheinau. Der Sieg ist absolut verdient. Wenn Rot-Weiß Rheinau so weiterspielt, werden sie am Ende auch Meister“, fand Tondo viel Lob für den Gegner.

Das Fazit von VfR-Verteidiger Goran Ratkovic fiel ebenfalls kritisch aus. „Wir haben gut angefangen, aber dann stark nachgelassen. Wir wollten ohne Niederlage in die Winterpause gehen, das hat heute leider nicht geklappt“, meinte Ratkovic. „Wir sind eine junge Mannschaft, die noch viel lernen muss. Trotzdem können wir mit der Hinrunde nicht komplett zufrieden sein. Das Ziel für die Rückrunde bleibt aber die Top fünf.“

Spitzenreiter Rheinau hingegen ist im Soll. „Die Hinrunde ist gut gelaufen, wir waren von Anfang an voll da“, fasste SC-Kapitän Vullo die erste Halbserie zusammen. Rheinau geht nach nur einer Niederlage, drei Unentschieden und 13 Siegen mit vier Punkten Vorsprung vor der TSG Lützelsachen in die Winterpause.

„Lützelsachen ist absolut starke Konkurrenz. Das ist für uns aber auch ein Ansporn, um unsere Leistung zu bringen“, blickt SC-Trainer Eckl dem weiteren Titelrennen positiv entgegen.

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