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Tennis Grün-Weiss Mannheim gibt Tabellenführung nach 3:3-Unentschieden bei RW Köln ab / Im Saisonfinale noch alles möglich

Punkteteilung im Nieselregen

Archivartikel

Köln/Mannheim.Hätte Andreas Beck im Match-Tiebreak einen seiner zwei Matchbälle gegen Hazem Naw verwandelt, wäre Grün-Weiss mit 2:0-Einzelsiegen komfortabel in Führung gegangen. Stattdessen nutzte der 19-jährige Syrer Naw auf der anderen Netzseite seinen vierten Matchball und sicherte sich den kuriosen dritten Satz mit 16:14. Nach dieser vermeidbaren und unerwarteten Niederlage gelang Grün-Weiss in den folgenden zwei Einzeln kein weiterer Punkt. Am Ende retteten die starken Mannheimer Doppel immerhin noch einen Zähler beim 3:3-Unentschieden gegen Rot-Weiss Köln. „Wir haben beide Doppel von Beginn an dominiert. Andy und Pedro harmonieren gut gemeinsam und auch Jeremy Jahn und Tobias Kamke waren total souverän“, durfte sich Teamchef Gerald Marzenell zumindest über die optimale Punktausbeute in den Doppeln freuen.

Bei anhaltendem Regen hatte Kamke zum Auftakt eine blitzsaubere Leistung gegen Dustin Brown abgeliefert. Der 33-Jährige ließ sich durch die unorthodoxe Spielweise des Kölners nicht aus der Ruhe bringen, war stets wachsam und gewann abgeklärt in zwei Sätzen. „Ich habe mich gut ins Match gearbeitet und versucht, ihn viele Bälle spielen zu lassen“, erklärte ein rundum zufriedener Kamke seine Taktik gegen Brown, der aufgrund seines lädierten Rückens auf kurze Ballwechsel aus war. Nachdem Beck eine überraschende Niederlage gegen den Bundesliga-Neuling Naw – der vor zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland geflüchtet war – einstecken musste, war es an Pedro Martinez und Manuel Pena Lopez, für eine gute Ausgangssituation vor den Doppeln zu sorgen. Doch die im Einzel für Mannheim bisher ungeschlagenen Neuzugänge unterlagen jeweils glatt in zwei Sätzen. An Position eins zog Martinez gegen den Belgier Kimmer Coppejans den Kürzeren, Pena Lopez nutzte seine sich bietenden Chancen im zweiten Satz nicht und verlor gegen den Aufschlagriesen Jan Choinski.

„Wir hatten heute nicht das Glück auf unserer Seite. Ich habe gedacht, dass wir mindestens auf ein 2:2 nach den Einzeln kommen“, zeigte sich Marzenell überrascht über den 1:3-Rückstand bei den in dieser Saison noch sieglosen Kölnern.

Für die Mannheimer ist der errungene Punkt in Köln nach dem 4:2-Sieg am Freitag in Düsseldorf dennoch von großem Wert. Die an BW Krefeld verlorene Tabellenführung kann am vorletzten Spieltag noch im direkten Duell gegen Krefeld zuhause zurückerobert werden. „Wir haben noch drei schwere Spiele vor uns. Kurhaus Aachen, Krefeld und Gladbach. Das gibt jetzt einen schönen Vierkampf“, freut sich Marzenell auf einen spannenden Titelkampf an den kommenden zwei Wochenenden.

Weinheim muss zittern

Durch die 2:4-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, TuS Sennelager, rutschte der TC Weinheim auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Lediglich der Argentinier Renzo Olivio gewann sein Einzel, während die drei Italiener Andrea Arnaboldi, Luca Vanni und Thomas Fabbiano allesamt verloren. Im Doppel siegte Frank Wintermantel an der Seite von Andrea Arnaboldi. Am nächsten Sonntag reisen die Bergsträßer zum Duell nach Köln, das nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat.

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