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VfR Mannheim Nachdem der Traditionsclub zuletzt regelmäßig den Aufstieg oder die Relegation verpasste, soll es nun der neue Trainer Serkan Secerli richten

Rasenspieler haben von Rang drei genug

MANNHEIM.Dreimal in Folge landete der VfR Mannheim in den vergangenen Spielzeiten der Fußball-Verbandsliga Nordbaden nur auf dem dritten Tabellenrang. Nun unternimmt der Traditionsclub den nächsten Anlauf zur Rückkehr in die Oberliga Baden-Württemberg.

Mit Serkan Secerli als Trainer geht der VfR in die neue Runde. Der 36-Jährige hat zuvor die A-Junioren des SV Waldhof betreut. „Ich will der Mannschaft meine Handschrift verpassen“, sagt der Coach. Bislang hat sich die Verbindung Secerli und VfR gut angelassen. Im Badischen-Fußballpokal übersprangen die Rasenspieler die ersten drei Hürden souverän. Am Samstag, 15.30 Uhr, starten die Rasenspieler beim FC Olympia Kirrlach in die neue Runde.

„Wir sind nicht der Top-Favorit“

„Mit der Vorbereitung bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Die Mannschaft entwickelt ein Wir-Gefühl, die Spieler lernen die Abläufe schnell“, sagt Secerli, der aber betont: „Es gibt noch Themen, die wir vor dem ersten Ligaspiel speziell ansprechen wollen. Dazu gehört die Effektivität im Tor-Abschluss. Da haben wir in den bisherigen acht Partien zu viel liegengelassen. Wir spielen attraktiv, kreieren Chancen, aber dann stimmt das Ergebnis nicht. Statt in Schönheit zu sterben, müssen wir kaltschnäuziger werden.“

Secerli weiß, dass die Clubführung so schnell wie möglich wieder in die Oberliga will. Doch über den Aufstieg will er nicht sprechen. „Wir schauen von Woche zu Woche. Die Liga ist sehr stark, es werden mehrere Mannschaften oben mitspielen. Wenn ich mir bei uns die Felder anschaue, die noch bearbeitet werden müssen, dann sind wir nicht der Top-Favorit“, sagt der Trainer, der Fortuna Heddesheim, die U-23-Teams des SV Sandhausen und des FC Astoria Walldorf sowie den ATSV Mutschelbach und VfB Gartenstadt als Hochkaräter einschätzt.

Personell gab es beim VfR wieder einige Veränderungen. Mit Enis Baltaci, Oliver Malchow (beide zu Fortuna Heddesheim), Timo Gebhardt (VfB Gartenstadt) und Nelson Nsowah (SV 98 Schwetzingen) sind einige Leistungsträger der vergangenen Saison weg. Marcel Gruber hat eine Pause eingelegt. Adrian Malburg (TSV Wieblingen) und Berkant Sahin (ASV Fußgönheim) sind ebenfalls weg. Wenn man A-Jugendspieler Gilles-Florian Djahini, der in der letzten Saison schon mehrere Einsätze hatte, dazu zählt, dann hat der VfR elf Neuzugänge.

René Schwall, der vom Südwest-Verbandsligisten TuS Rüssingen kam, ist sicher der Königstransfer. Der Linksverteidiger trug in der Vorbereitung und im Pokal die Kapitänsbinde, ist schon jetzt ein Führungsspieler. Yigzaw Tesfagaber kam vom Oberliga-Absteiger TSG 62/09 Weinheim, Marcel Gessel und Timo Raab spielten bei der zweiten Mannschaft von Astoria Walldorf. Außerdem kam Jonas Rehm von der SG Heidelberg-Kirchheim, Ayhan Sabah und Dennis Vogel holte Secerli von der U19 des SV Waldhof. Abdelrahman Mohamed kam von Germania Friedrichstal.

Quintett im Wartestand

„Wir haben einen 25-Mann-Kader“, sagt Secerli. Allerdings sind fünf Spieler wohl erst im Winter wieder einsatzfähig. Stürmer Norman Refior und der zentrale Mittelfeldspieler Ajdin Zeric fallen verletzt aus.

Kreativakteur Christopher Hiller ist momentan noch im Aufbautraining. Die beiden anderen Neuzugänge Bartosz Franke (TuS Rüssingen) und Daniel Gulde (Fortuna Heddesheim), die ebenfalls mit Verletzungen kämpften, könnten im Herbst vielleicht wieder einsatzfähig sein.

„Auch so habe ich 18 bis 22 Mann zur Verfügung, wir müssen von Woche zu Woche konzentriert arbeiten und dann schauen wir eben, was rauskommt“, geht der neue Coach gelassen und mit viel Freude in die neue Spielzeit.