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Fußball Der deutlich verstärkte Kader des SC Rot-Weiß startet am Wochenende in die neue Saison

Rheinauer Blick geht wieder nach vorne

Mannheim.Der Schock war groß: Mit zwei Heimniederlagen nach der Winterpause startete Fußball-Kreisliga Rot-Weiß Rheinau ins Jahr 2020, rutschte aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf Platz zwei ab und blieb dort nachdem die Saison wegen der Corona-Pandemie Anfang März abgebrochen wurde. Der Anlauf Richtung Landesliga wurde so auf brutale Weise gestoppt, aber im Mannheimer Süden hat man dieses kleine Drama inzwischen abgehakt. „Wenn man die beiden Spiele zu Hause so schlecht absolviert, dann hat man es auch nicht verdient“, befindet im Rückblick Jens Batzler, der seit kurzem neben seinen Funktionen als Torwart Nummer zwei und Co-Trainer des Kreisligisten auch das Amt des Fußball-Abteilungsleiters von Reiner Peterkau übernommen hat.

Doch Rot-Weiß will den Kopf nicht in den Sand stecken. Unter der Woche begannen die Rheinauer mit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit – natürlich alles mit Hygienekonzept. „Wir haben 14 Neuzugänge, nun einen Kader von 24 Feldspielern und drei Torhütern“, erzählt Batzler und macht klar: „Wir wollen einfach in der Breite besser aufgestellt sein. Als die Rückrunde der vergangenen Spielzeit anfing, hatte der Trainer nur zwölf einsatzfähige Spieler. Das hat uns im Nachhinein wohl auch das Genick gebrochen“, sagt der Rot-Weiß-Abteilungsleiter.

Bereits vor der Corona-Krise haben die Rheinauer einen Umbruch vollzogen. „Nun haben wir das Aufgebot noch einmal verbreitert. Zugute kam uns der Rückzug des VfB Gartenstadt aus der Verbandsliga“, sagt Batzler. Mit Stürmer Darnell Hill, Marcus Hawk, Dennis Geißelmann und Alexander Deckert kamen gleich vier hochkarätige Akteure der Gelben Bären in den Mannheimer Süden. „Mit denen haben wir nicht gerechnet, und das Gute daran ist: Unser Budget ist trotz dieser Neuzugänge nicht größer geworden“, sagt Batzler.

Coach Ralf Eckl und sein Co-Trainer Patrick Bojdol haben also einen Kader, von dem einiges zu erwarten sein dürfte und beim SC nimmt man diese Rolle gerne an. Auch Abteilungsleiter Batzler gibt zu: „Bei diesen Spielern im Aufgebot können wir nicht nur sagen: ,Ja, wir wollen mal oben mitspielen.’ Das ist klar.“ Batzler betont aber auch, dass der nächste Rheinauer Anlauf Richtung Landesliga kein Selbstläufer sein wird. „Zunächst gilt es nach der langen Pause wieder in die Gänge zu kommen und aus dem neuen Kader ein Team zu formen.“

Im Pokal gegen Nachbar Brühl

Für die Rheinauer geht es auf diesem Weg gleich richtig zur Sache. Nach der Testpartie am Freitag, 31. Juli (19.30 Uhr) beim VfR Frankenthal, steht bereits am Sonntag, 2. August (17 Uhr) das erste Pflichtspiel an. Im Badischen Pokal empfängt Rot-Weiß auf der heimischen Winfried-Höhn-Sportanlage den Landesligisten FV Brühl zum immer brisanten Nachbarschaftsduell. Ein Derby, das sicherlich wieder die entsprechenden Emotionen hervorruft. „Wir freuen uns jedenfalls sehr auf diese Partie“, erklärt Batzler. bol

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