Lokalsport Mannheim

Radsport Nach seinem Auslandstudium in den USA fährt der Mannheimer künftig für das fränkische Bundesliga-Team Hermann

Rückkehrer Egner mit neuer Aufgabe

Mannheim.Arne Egner war einst eines der hoffnungsvollsten Talente des deutschen Radsports, zuletzt war es um den Mannheimer allerdings etwas ruhiger geworden. Zunächst hatte der Neckarauer mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber zu kämpfen, dann schlossen sich ein Sport-Stipendium der Uni Mannheim und ein einjähriger Auslandsaufenthalt in den USA an, wo er an der Colorado Mesa University Business Administration (Betriebswirtschaftslehre) studierte und dort auch erfolgreich in der College-Serie in die Pedale trat. Im Dezember kehrt der 23-Jährige nun wieder nach Deutschland zurück und hat bereits ein neues Team gefunden. Egner fährt 2018 für das aufstrebende Bundesliga-Team Hermann aus dem fränkischen Baierstal.

"Ich freue mich auf diese neue Herausforderung", bestätigte der Mannheimer aus dem fernen Colorado über seine Facebook-Seite die Mitteilung des Team Hermann und will in der nächsten Saison noch einmal richtig Gas geben, bevor er im Wintersemester 2018/2019 sein Bachelor-Studium in Mannheim abschließen möchte. "Wir sind gespannt, welches Leistungsniveau Arne noch erreichen kann und freuen uns auf das Jahr mit ihm", bekräftigte das Team Hermann. Schließlich hatt Egner bereits als Jugendlicher sein großes Potenzial unter Beweis gestellt. 2010 begann seine Karriere im Trikot des RSV Oberhausen als deutscher Straßenmeister in der Jugend, 2013 ließ Egner erneut aufhorchen als er in der U-23-Bundesliga gleich auf Platz drei fuhr und die Nachwuchswertung für sich entschied. In Deutschland fuhr er dann zuletzt im Trikot des Kontinental-Teams Stölting.

Diesen Statuts hat das fränkische Team Hermann zwar (noch) nicht, aber mit Blick auf die Neuverpflichtungen für die kommende Saison ist das für die Zukunft sicher nicht ausgeschlossen. Zum einen kommt mit dem ehemaligen Team-Bergstraße-Fahrer Christopher Hatz der aktuelle Bundesliga-Dritte zu den Franken und mit dem Zwingenberger Christian Mager (kl. Bild) hat sich das Team Hermann einen Pedaleur mit Profi-Erfahrung geangelt.

Mager beginnt Polizei-Ausbildung

Der 25-Jährige fuhr 2015 für das dänische Cult Energy Team und war mit Teilnahmen bei den berühmten Frühjahrsklassikern Amstel Gold Race und Lüttich-Bastogne-Lüttich zwischenzeitlich in der Champions League des Radsports angekommen. Bei der Luxemburg-Rundfahrt stand zu dieser Zeit ein fünfter Etappenplatz zu Buche.

Der Durchbruch blieb dem Südhessen, der aus der SSG Bensheim hervorgegangen ist, dann aber verwehrt. Ab 2016 fuhr Mager für Stölting, das Team Sauerland und Hrinkow Advarics Cycleang. Die Profi-Ambitionen hat Mager inzwischen aufgegeben und beginnt parallel zu seinem Engagement beim Team Hermann ab dem 1. März 2018 eine Ausbildung bei der Polizei.

"Man wird auch nicht jünger und ich denke, dass jetzt noch einmal der richtige Zeitpunkt im Leben ist, ein neues Kapitel aufzuschlagen - wenn ich dies auch mit einem lachenden und weinenden Augen tue", erklärte der südhessische Kletterspezialist gegenüber dem Internetforum "radsport-news.com".

"Der Radsport hat mein Leben die letzten zwölf Jahre geprägt. Speziell das Jahr bei Cult, wo ich persönlich mein schönstes Radsportjahr hatte, bleibt mir in Erinnerung", sagt Mager, der aber noch nicht ganz von seiner Passion lassen will "Es macht mir einfach immer noch Spaß zu trainieren und Rennen zu fahren", freut sich Mager auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit den alten Bekannten Arne Egner und Christopher Hatz.