Lokalsport Mannheim

Ringen Oberligist setzt sich Mittelfeldplatz zum Ziel

Sandhofen versprüht Zuversicht

Archivartikel

Mannheim.Das war knapp: Im letzten Jahr entging die Ringerstaffel des RSC "Eiche" Sandhofen als Tabellenachter und Vorletzter gerade noch dem Abstieg aus der nordbadischen Ringer-Oberliga. Diesmal soll es aber besser werden. Mit dem nordbadischen Landestrainer im griechisch-römischen Stil Michael Böh (zuletzt bei der RKG Reilingen/Hockenheim) hat der Verein einen erfahrenen Übungsleiter verpflichtet, der vom Aktiven Artjom Jonin unterstützt wird. Hohe Erwartungen setzt Sandhofen in seine Neuzugänge. Der ehemalige deutsche Meister Heinz Marnette, Scott Gottschling, Shamil Ertuganow und der Ungar Kristian Kecskemeti sollen für einen Aufschwung sorgen.

Die Verantwortlichen der "Eiche"sind aber bescheiden und peilen lediglich einen Platz im Mittelfeld der Zehnerliga an. Für den RSC-Vorsitzenden Marcel Knittel verlief die Vorbereitung bisher gut: "Wir hoffen, dass alle Athleten bis zur Runde fit sind."

Viernheim auf Favoritenschild

Für Knittel zählt der SRC Viernheim zu den Top-Favoriten der Liga. Er ist gespannt, mit welcher Mannschaft zum Auftakt Weingarten in Sandhofen antreten wird. Im ersten Punktekampf am Samstag ist die Reserve des deutschen Meisters zu Gast in der Schulturnhalle. Weingarten hatte sich ja vom Deutschen Ringer-Bund abgekoppelt und will mit vier weiteren Vereinen ab dem 30. September in der eigenen Deutsche Ringer-Liga (DRL) starten. Sollte aber Weingarten im Oberligakampf Ringer einsetzen, die später dann in der DRL zum Einsatz kommen, werden deren Kämpfe nach einem Beschluss des Nordbadischen Ringer-Verbandes annulliert.

Die "Eiche" startet zuversichtlich in die neue Saison, wenn Knittel auch betont: "Die Oberliga ist stärker als im Vorjahr, doch wir sind besser besetzt als letztes Jahr." Neben Viernheim schätzt er Nieder-Liebersbach, Ladenburg und Laudenbach am stärksten ein. "Ein fünfter bis sechster Platz ist für uns aber realistisch", meint Knittel, der vor allem Marnette und Gottschling als Leistungsträger einstuft, dazu gehören aber weiterhin Sascha und Michael Knittel sowie Florian Fuchs. Zudem ist der Vorsitzende gespannt, was der Neuzugang Kecskemeti leisten kann: "Unser Kader ist besser und breiter aufgestellt, dies war in den beiden letzten Jahren unser großes Problem", blickt Knittel optimistisch dem Rundenstart entgegen. (pw)