Lokalsport Mannheim

Handball-Oberliga Heddesheim gibt in neun Minuten ein 28:23 aus der Hand und verliert 29:30

Schmerzhafte Schlussphase

Heddesheim.Das tat weh: 50 Minuten lang war die SG Heddesheim bei der Saisonpremiere in der Handball-Oberliga die spielbestimmende Mannschaft, führte noch neun Minuten vor dem Ende mit 28:23, musste sich aber in letzter Minute noch mit 29:30 (16:11) der TSG Söflingen geschlagen geben. „Das war natürlich schon richtig bitter“, meinte auch Holger Badent von der Sportlichen Leitung des Aufsteigers. „Aber wir müssen dieses Spiel jetzt ganz schnell abhaken und nach vorne blicken“, sah er durchaus sehr positive Ansätze. „Was uns gefehlt hat, war in der entscheidenden Phase die nötige Erfahrung, um das nach Hause zu schaukeln.“

Schock 14 Sekunden vor Ende

In der vorletzten Minute war es schließlich das nötige Quäntchen Glück, was der SGH fehlte: Die routinierten Söflinger, bei denen mit zunehmender Dauer Simon Dürer das Kommando übernahm, scheiterten beim Stande von 29:29 im Abschluss. Heddesheim startete einen Konter, doch der lange Pass wurde von einem Gästespieler abgefangen. Im Kampf um den Ball wischte SGH-Kreisläufer Fabian Medler seinem Gegenspieler durchs Gesicht. Alle in der Halle waren sich einig, dass dies keine Absicht war, aber regelkonform blieb den Unparteiischen nichts anderes übrig, als eine Zeitstrafe auszusprechen. Söflingen nutzte die Überzahl in der Schlussminute eiskalt aus und traf 14 Sekunden vor dem Ende zum entscheidenden 30:29.

„Wenn wir zuvor den Konter erfolgreich abschließen, gewinnen wir dieses Spiel, zumal wir dann keine Zeitstrafe kassieren“, war sich Badent im Anschluss sicher. „Aber das wird uns jetzt auch nicht umwerfen. Wir haben lange Zeit dominiert und gezeigt, dass wir über viel Qualität verfügen. Vielleicht hatten die Jungs in den letzten Minuten auch etwas Angst vor der eigenen Courage.“

Tatsächlich legte Heddesheim nach dem 7:7 (14.) stets vor und baute den Vorsprung auf 19:12 (35.) aus. Beim 26:22 (48.) und 27:22 (51.) hatte die SG immer noch alle Trümpfe in der Hand, agierte aber zunehmend nervöser und brachte sich selbst um den Lohn.

SGH: Hoffmann, Dulina – Skade (1), Geiger (4), Fendrich (4), Pugar, Lierz (4), van Marwick, Pagliara, Braun (6/2), Doll (7), Medler, Walzenbach, Badent. me