Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga, Frauen SGH-Trainer Dojcak sieht beim 15:21 im Derby gegen Viernheim klare Defizite in der Chancenverwertung

„Sechs Feldtore in einer Halbzeit sind natürlich zu wenig“

Heddesheim.Jubel beim TSV Amicitia Viernheim, große Enttäuschung bei der SG Heddesheim: Im Badenliga-Derby brachten sich die SGH-Handballerinnen mit einer ganz schwachen ersten Hälfte um alle Chancen, unterlagen zu Hause den Südhessinnen mit 15:21 (9:9).

„Gerade einmal sechs Feldtore in einer Hälfte sind natürlich zu wenig. So kann man kein Spiel gewinnen“, bilanzierte Heddesheims Coach Branko Dojcak (Bild), der zudem eine Schlüsselspielerin bei den Gästen sah: Stefanie Dietrich – besser bekannt noch unter ihrem Mädchenname Osada – wäre der Dreh- und Angelpunkt im TSV-Amicitia-Spiel gewesen. „Sowohl vorne mit eigenen Toren und tollen Anspielen, als auch hinten in der Deckung. Sie war richtig gut“, lobte Dojcak die Gegenspielerin.

Aber er sah nicht nur die Qualität bei den Gästen, sondern auch Defizite bei der eigenen Mannschaft. Besonders in der Offensive: „Wir haben zu viele Chancen ausgelassen. Alleine die sechs vergebenen Strafwürfe hätten gereicht, um dran zu bleiben. Wenn wir besser treffen, läuft die Partie anders“, ist Dojcak überzeugt. „Die Effektivität war einfach schlecht, Viernheim hat das hingegen richtig clever gemacht.“

Dabei lief es in der ersten Hälfte noch gut für Heddesheim, das ohne die beruflich verhinderte Torhüterin Michaela Gärtner spielen musste, aber in Saskia Mundinger dennoch einen guten Rückhalt hatte. „An Saskia lag es nicht. Aber sie wurde auch oft alleine gelassen“, erkannte der SGH-Coach. Beim 7:5 (20.) lag Heddesheim nach anfänglichem 1:4-Rückstand vorne, beim 9:9 zur Pause und auch beim 12:10 (36.) war der Heimsieg greifbar. Doch dann häuften sich die Fehlwürfe: Vier vergebene Strafwürfe der Gastgeberinnen in kurzer Folge spielten Viernheim in die Karten, das seinerseits sieben Mal hintereinander zum 17:12 (55.) traf und damit für die Entscheidung sorgte.

HG Saase – Pforzh./Eutingen 43:30

Das junge Team der HG Saase bleibt in der Erfolgsspur und beeindruckte erneut mit einem erfolgreichen Tempo-Handball. Ohne die zuletzt überragende Antonia Grössl übernahmen die ganz jungen Spielerinnen das Kommando.

Allen voran die noch für die A-Jugend auflaufende Lenya Hanke mit insgesamt zehn Treffern. „Das war heute gut, aber wir müssen uns noch in vielen Bereichen weiterentwickeln“, meinte HG-Trainer Carsten Sender nach dem Heimsieg und nimmt damit auch Druck von seinem Team. „Wir müssen weiter von Woche zu Woche konzentriert arbeiten.“

Pforzheim – gerade einmal mit neun Spielerinnen angereist – hielt in der ersten Hälfte noch bis zum 6:7 (16.) mit, dann erhöhte HG Saase über 13:8 bis zum 18:12-Pausenstand. Als der Vorsprung der Sender-Sieben nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff auf zehn Tore angewachsen war (23:13), war dies die Entscheidung. Selbst die frühe Rote Karte nach der dritten Zeitstrafe für Maureen Merkel (36.) wurde problemlos kompensiert – zumal Katharina Haas im Tor eine starke Leistung zeigte. (Bild: Nix)