Lokalsport Mannheim

Handball-BW-Oberliga, Damen Angesichts des vorletzten Platzes soll bei der HSG Mannheim nun David Pollock die offensichtlichen Blockaden lösen

Seckenheimer Talfahrt kostet Jano den Job

Mannheim.Die Verantwortlichen der HSG Mannheim haben die Reißleine gezogen: Nach der Talfahrt in der Frauenhandball-Oberliga haben sich die Seckenheimer von ihrem Trainer Peter Jano getrennt und mit David Pollok gleich einen Nachfolger präsentiert.

Angesichts des vorletzten Tabellenplatzes und mageren 7:15-Punkten soll Pollok nun die Blockade lösen, die Jano selbst in den letzten Wochen immer wieder ausgemacht hat. Schon am morgigen Samstag (17 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenführer TSV Wolfschlugen gibt Pollok sein Debüt, das eigentlich kein echtes ist.

Der 37-Jährige ist bei der HSG nämlich kein Unbekannter, kennt einen großen Teil der Mannschaft schon lange und sprang auch nach dem Abgang von Trainerin Jeannette Ullrich vor fast genau zwei Jahren als Interimscoach ein, ehe im Januar Peter Jano verpflichtet wurde.

Respekt vor Janos Arbeit

Bei den Seckenheimerinnen lässt man keine Zweifel an der fachlichen Arbeit Janos, der das Team in der vergangenen Saison in die Spitzengruppe führte. Vereinsverantwortliche und Mannschaft arbeiteten immer gerne mit dem erfahrenen Übungsleiter zusammen, aber in den letzten Wochen verstärkte sich der Eindruck, dass er nicht mehr den richtigen Hebel findet, um die Blockade in der Mannschaft zu lösen. Auch Anja Ferger, Abteilungsleiterin der Handballerinnen, bedauert die Entscheidung, „die uns nicht leicht gefallen ist, da wir Peter Jano und seine Arbeit sehr geschätzt haben“. Doch die Talfahrt in der Tabelle forderte zum Handeln auf und die Zeit vor der Winterpause schien geeignet, um noch einmal neu zu starten. Nun soll Pollok, der zuletzt in Diensten der TSG Friesenheim stand und dort Erfahrungen im Leistungsbereich sammelte, das Team möglichst schnell in Richtung sicherem Mittelfeld führen.

„Ich habe absolut keine Zweifel daran, dass die HSG Mannheim auch in der nächsten Saison in der Oberliga mitspielen wird“, erklärt der neue Trainer. „Die Mannschaft befindet sich zwar momentan in einer schwierigen Situation, doch ich bin ihrem Potenzial überzeugt.“ Dass er das Team bereits gut kennt und auch zuletzt immer wieder die Spiele der Seckenheimerinnen verfolgte, macht die Sache sicherlich etwas einfacher, Pollock muss sich nicht komplett neu einfinden.

Die Marschroute für die nächsten Spiele ist dabei auch schon klar: „Es gilt, die technischen Fehler zu reduzieren, die durch Unsicherheiten des gesamten Teams in den letzten Partien auffällig waren“, so Pollok. In den nächsten Trainingseinheiten will er den Schwerpunkt auf ein „homogeneres Zusammenspiel“ legen. „Ich freue mich auf die Herausforderung und die Zusammenarbeit mit der Mannschaft.“