Lokalsport Mannheim

MM-Extra-Spiel A-Liga-Neuling DJK Feudenheim glänzt mit Unbekümmertheit und fordert am Sonntag die Croatia

SG rechnet mit frechem Aufsteiger

Archivartikel

MANNHEIM.„Hätte jemand vor der Saison gesagt, dass wir nach dem fünften Spieltag auf Platz zwei stehen, hätte ich das sofort unterschrieben“, strahlt Wolfgang Jantz, Trainer beim A-Liga-Aufsteiger DJK Feudenheim. Doch Jantz weiß den derzeitigen Erfolg richtig einzuordnen und verbietet Träumereien. Derzeit lebt die DJK Feudenheim von einer Leichtigkeit, keinen Erfolgsdruck haben zu müssen. „Aber das ist nur eine Momentaufnahme. Man muss sich nach zehn Spielen noch mal unterhalten“, behält Jantz die Bodenhaftung. „Wir leben noch von unserer Aufstiegseuphorie und haben noch immer Respekt und Demut vor jedem Gegner.“

Die DJK Feudenheim hat in den bisherigen Auftritten gezeigt, dass sie sich mit ihrer Unbekümmertheit in der Rolle als Außenseiter wohlfühlt. „Es läuft gut. Wir spielen einfach weiter wie bisher“, gibt Jantz das völlig simple Rezept der derzeitigen Tabellenplatzierung wieder. Es könnte das große Plus der DJK sein, dass sie sich ihrer Maxime aus Jahrzehnten in der B-Klasse treu geblieben ist und keine oder kaum Aufwandsentschädigungen oder Prämien bezahlt. Somit spielt die Mannschaft mit Herzblut und Charakter für den Verein und stellt das Kollektiv über den einzelnen. Auch die wenigen Neuzugänge wurden vor Saisonbeginn mit Bedacht ausgewählt, so dass ein Integrationsprozess weitgehend ausfiel. „Jeder zieht super mit“, schildert Jantz. „Wir freuen uns über jeden Sieg, aber es ist nicht so, dass wir die Erfolge feiern. Wir wissen, dass irgendwann auch Spiele kommen, die verloren gehen.“

Ob dies nun am Sonntag (15 Uhr) gegen die SG Mannheim der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Die Kroaten konnten zuletzt durch einen 3:2-Sieg gegen die SpVgg Ilvesheim überzeugen. „Das nötigt uns Respekt ab. Wir erwarten ein Spiel auf Augenhöhe“, prophezeit Jantz.

Auch sein Pendant bei der SG Mannheim, Trainer Josip Petrina, hat derzeit nur wenig Grund zur Klage. Beim 3:2 gegen Ilvesheim musste die SG in der 90.Minute den 2:2-Ausgleich hinnehmen und reagierte in der Nachspielzeit gar noch mit dem Siegtreffer. „Wir haben eine starke Mentalität gezeigt. Allerdings sind wir noch nicht konstant genug, damit solche Ausrutscher wie gegen Wallstadt II (0:4, Anm.d.Red.) nicht passieren“, sagt Petrina. Im Gegensatz zum Vorjahr, wo es mit dem Saisonstart sofort gegen den Abstieg ging, hat sich die SG Mannheim nun im vorderen Mittelfeld des Klassements positioniert. Ein Rang, mit dem sich Petrina – „unser Ziel ist es, unter die ersten Zehn zu kommen“ - durchaus anfreunden kann.

Ein breiterer Kader sowie eine gezieltere Vorbereitung, die dadurch erleichtert wurde, dass die Urlauber nicht alle gleichzeitig abwesend waren, sind Komponenten und Garanten dafür, dass man am Pfeifferswörth in dieser Saison tief durchatmen kann. Mit Matej Katava, der im vergangenen Winter zur SG kam, hat man auf der Sechs zudem einen Strategen, der in der Liga herausragt. Vor dem kommenden Gegner DJK Feudenheim hat Petrina allerdings Respekt: „Wir wissen, dass sie sehr offensivstark sind und wollen daher defensiv geordnet stehen.“