Lokalsport Mannheim

Handball, 3. Liga Topspiel für Leutershausen in Nußloch

SGL freut sich auf Zeitz

Leutershausen.Die SG Nußloch hatte einen Lauf. Die ersten sechs Spiele in der 3. Handball-Liga hat sie für sich entschieden. Bis zum vergangenen Samstagabend. Da unterlagen die Nußlocher im Spitzenspiel beim ThSV Eisenach. Die SG Leutershausen will dem Titelaspiranten nun im Derby am Samstag (20 Uhr) in Nußloch die nächste Niederlage zufügen – auch wenn das gegen die Mannschaft um Welt- und Europameister Christian Zeitz sehr schwer wird.

„Wir sind erstmals nicht Favorit“, sagt SGL-Trainer Frank Schmitt, der mit seiner Mannschaft zuletzt fünf Siege in Folge feierte: „Die Rolle des Außenseiters gefällt mir aber, denn wir sind gut drauf und auf keinen Fall chancenlos. Wir haben nichts zu verlieren, aber wir fahren nach Nußloch, um zu gewinnen. Die Chancen stehen gar nicht schlecht. Wir dürfen uns nur so wenig Fehler wie möglich erlauben.“

„Andere Dimensionen“

Auch einer seiner vertrautesten Spieler, Schlussmann Alex Hübe, ist sich sicher, dass sich Nußloch in der Favoritenrolle befindet und unter Zugzwang steht. „Wenn man sich den Kader anschaut, dann sind das andere Dimensionen als bei uns“, sagt der Schlussmann: „Aber wenn wir gut in die Partie kommen, dann kann es ein enges Spiel werden – wir können auch Handball spielen und haben einen Lauf.“ Der Torhüter kann selbst aber nicht mitwirken: Im Hirschberg-Derby brach er sich den kleinen Finger und fällt deshalb aus. Ihn vertritt wieder der erst 18 Jahre alte Jörn-Thore Döding.

Dass die Nußlocher Niederlage in Eisenach Einfluss auf die morgige Partie hat, glaubt Schmitt nicht. „Die Nußlocher lassen sich nicht so leicht aus der Bahn werfen, die Mannschaft ist sehr ausgeglichen und könnte auch in der 2. Liga bestehen.“

Für Leutershausen komme es darauf an, die Zweikämpfe zu gewinnen. Im Optimalfall sollte man auch Ex-Nationalspieler Zeitz in den Griff bekommen, der vor der Saison vom Rekordmeister THW Kiel nach Nußloch gewechselt ist. „Christian tut der Liga gut. Manche lieben ihn, manche hassen ihn – er polarisiert eben. Wir müssen schauen, dass wir seine individuelle Stärke einschränken“, sagt Schmitt und betont, dass Zeitz jeden Gegner der 3. Liga im Alleingang besiegen könne . wn/ü