Lokalsport Mannheim

Rugby Deutschland misst sich in Heidelberg mit Russland

Spannende Aufgabe

Archivartikel

Heidelberg.Am heutigen Samstag wird um 15 Uhr im Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark (Harbigweg 9) erstmals in diesem Jahr ein Heimspiel der deutschen 15er- Rugby-Nationalmannschaft in der Rugby Europe Championship stattfinden. Gegner der „Schwarzen Adler“ wird WM-Teilnehmer Russland sein. Nach bislang zwei Niederlagen in der laufenden EM-Saison will sich die DRV-XV von Nationaltrainer Mike Ford den eigenen Fans verbessert präsentieren und versuchen, den favorisierten Weltranglisten-19. möglichst ein Bein zu stellen. Die Partie wird als Livestream übertragen bei ran.de und Sportdeutschland.tv.

„Russland wird eine große, aber auch spannende Herausforderung sein“, DRV-Co-Trainer und Ex-England-Nationalspieler Mouritz Botha. „Als WM-Teilnehmer befinden sie sich in einer Position, in der wir eigentlich sein wollten. Wir freuen uns darauf, und mit einem Team zu messen, das beim World Cup dabei ist.“

Bislang trübe Bilanz

Die russischen „Bären“ um den neuen walisischen Head-Coach Lyn Jones sind gegen die im World Ranking neun Plätze weiter hinten rangierenden Deutschen klare Favoriten, zumal sie die laufende Europameisterschaft auch dazu nutzen, sich auf den World Cup vorzubereiten, bei dem sie auf Irland, Schottland, Gastgeber Japan und Samoa treffen werden. Zudem ist die Bilanz deutscher 15er-Nationalteams gegen Russland eindeutig. Bei zehn Aufeinandertreffen gab es bislang noch keinen deutschen Sieg. Dennoch gehen die Schwarzen Adler zuversichtlich in das Duell.

„Russland verfügt typischerweise über große Stürmer und starke, schnelle Leute in der Hintermannschaft“, analysiert Mouritz Botha. „Aber wir hatten diese Woche eine sehr gute Vorbereitung und sind für dieses Spiel gut aufgestellt. Wir müssen allerdings aus unseren Fehlern in den letzten beiden Spielen lernen. Wir müssen das Spiel besser managen und uns öfter in gute Positionen bringen.“

Personell hat Head-Coach Mike Ford kaum Veränderungen vorgenommen oder vornehmen können. Namhaftester „Neuzugang“ im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Spielen ist Christopher Hilsenbeck (RC Vannes), der als Spielmacher oder Schluss eingesetzt werden kann, und der als sicherer Kicker mit guter Übersicht gilt. red