Lokalsport Mannheim

Hockey Am letzten Hauptrunden-Spieltag der Bundesliga haben Spitzenreiter MHC und Verfolger TSVMH jeweils zwei Heimauftritte

Spannendes Fernduell um Viertelfinal-Vorteil

Mannheim.Alexander Vörg war nach dem Derby glücklich. „Der Sieg war natürlich sehr wichtig für uns. Diesen Erfolg haben wir auch unserer starken Eckenabwehr um Torhüter Lars Gärtner zu verdanken“, wusste der Trainer des TSV Mannheim Hockey um die Bedeutung des hart erkämpften 5:4 (3:3) über den Lokalrivalen Mannheimer HC. Bei einer Heimniederlage vor 500 Zuschauern in der Primus Valor Arena wäre der MHC an der Tabellenspitze der Südgruppe der Hallenhockey-Bundesliga von den Schwarz-Weiß-Roten kaum noch einzuholen gewesen.

Der Ruf „Derbysieger, Derbysieger“, der vom lautstarken TSVMH-Anhang nach dem erneuten Erfolg im Stadtduell angestimmt wurde, war daher auch mit einer Portion Erleichterung verbunden, konnte der Vizemeister in der Tabelle der Südgruppe doch nach Punkten mit dem Rivalen gleichziehen. „Wir haben beide Duelle gegen den TSV verloren und stehen im Süden dennoch auf Platz eins“, betonte MHC-Coach Matthias Becher, der weiß, dass der Vorsprung nun auf die noch um zwei Treffer bessere Tordifferenz zusammengeschmolzen ist. „Diesmal war sicher mehr für uns drin, aber auf diesem Niveau musst du eben auch mal eine deiner vier Strafecken reinmachen“, bedauerte er die verpasste Chance, im Kampf um Platz eins und dem damit verbundenen Heimrecht im DM-Viertelfinale mit einer erfolgreichen Revanche für die 3:6-Hinspielniederlage für eine Vorentscheidung zu sorgen.

Grünenwald bester Stimmung

TSVMH-Siegtorschütze Nils Grünenwald war natürlich bester Laune. „Ich wusste gar nicht, wie viel noch zu spielen war und habe erst nach dem Tor auf die Uhr geschaut“, bekannte Grünenwald mit Blick auf die Tatsache, dass mit Minute 59 schon die vorletzte Spielminute angebrochen war. MHC-Spieler Jossip Anzender bedauerte, dass sich die Gäste für ihren starken Auftritt nicht mehr mit dem Ausgleich belohnen konnten. „Wir haben Lukas Stumpf aus dem Tor genommen und hätten es mit sechs Feldspielern vielleicht etwas besser machen können.“

Für beide Teams stehen am Wochenende, im Gegensatz zur übrigen Südkonkurrenz, schon die letzten Hauptrundenspiele an. Während Spitzenreiter MHC am Samstag (17 Uhr) den Verfolger Münchner SC und am Sonntag (14.30 Uhr) den SC Frankfurt 1880 in der Irma-Röchling-Halle empfängt, bekommt es der Zweite TSVMH am Samstag (17 Uhr) unter dem Fernmeldeturm zunächst mit dem Nürnberger HTC zu tun, bevor am Sonntag (14.30 Uhr) der Münchner SC in der Primus Valor Arena gastiert. 

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