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Baseball Aus den ersten beiden Viertelfinal-Partien gegen Solingen gehen die Mannheimer mit einem Sieg und einer Niederlage

Split setzt Tornados unter Druck

Archivartikel

MANNHEIM.Noch ist alles offen, doch die Bundesliga-Baseballer der Mannheim Tornados haben am Wochenende nur eine ihrer zwei Heimbegegnungen in der Viertelfinalserie gegen die Solingen Alligators gewonnen. Nach dem 6:1-Erfolg in der ersten Begegnung am Samstagmittag verloren die Wirbelwinde am Sonntag in der Gluthitze vor 150 Zuschauern auf dem Roberto-Clemente-Field gegen den Nordmeister das zweite Spiel mit 1:4. Damit steht es in der Best-of-five-Serie 1:1. Am kommenden Wochenende fällt in Solingen die Entscheidung.

„Wir glauben weiter an uns, es ist noch alles drin“, sagte der Mannheimer Spielertrainer Sascha Lutz nach den ersten beiden Begegnungen. „Leider hat der Solinger Werfer Wayne Ough eine super Leistung im zweiten Spiel gebracht. Wir haben zwar schnell ein Run erzielt, doch danach fanden wir kein Mittel mehr gegen ihn.“

Lutz selbst katapultierte in der Partie am Sonntag schon im ersten Inning den Ball zum Jubel der Tornados-Fan über den Zaun. Doch im Anschluss wurde Ough immer souveräner und beförderte in der Folgezeit mit klasse Würfen insgesamt neun Mannheimer Spieler wieder zurück in den Unterstand. Tornados-Werfer Sam Holland machte eigentlich kein schlechtes Spiel, hatte sogar elf Strikeouts. Doch einen seiner Pitches schlug Alligators-Akteur Ben Andrews über die Spielfeldabgrenzung. Pech für Holland und seine Teamkollegen, dass in diesem Augenblick zwei Solinger die Bases geladen haben. Damit führte der Nordmeister mit 3:1 (5.). Linus Hartmann sorgte für das 4:1 (7.). „Wir haben noch einmal alles versucht, doch es hat leider nicht geklappt“, sagte Lutz. Die Tornados sammelten sieben Hits, doch nur ein Run war eine zu magere Ausbeute.

Am Samstag mussten die Tornados im ersten Spiel zunächst einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Solingen gelang nach einen Fehler der Mannheimer in der Defensive durch Florian Götze das 1:0 (1.). In der Folge ließ der Tornados-Pitcher Gian Franco Rizzo aber so gut wie nichts mehr zu. In sieben Innings schafften die Alligatoren gegen den Mannheimer Top-Werfer nur drei Schläge. Rizzo sammelte sechs Strikeouts – und bekam Unterstützung von seinen Teamkollegen. Die Tornados glichen im vierten Spielabschnitt aus: Mitch Nillson gelang ein Solo-Homerun zum 1:1 (4.). Die Mannheimer übernahmen zwei Innings später dann die Führung. Carlos Perdomo schlug ein RBI-Single und David Kandilas sorgte mit einem Sacrifice Fly dafür, dass die Wirbelwinde auf 3:1 (6.) wegzogen. Mit einem Homerun von Nilsson für zwei weitere Punkte sowie einem Solo-Schlag über den Zaun des Belgiers Thomas de Wolf zum 6:1 (8.) sorgten die Tornados dann für die Entscheidung. Mitch Hillert warf für die Mannheimer die abschließenden beiden Innings und machte den Sack zu.

Die Spiele drei und vier stehen am Samstag jeweils in Solingen an. „Wir können auch Wayne Ough knacken, da bin ich zuversichtlich“, betonte Spielertrainer Lutz. Ein entscheidendes fünftes Spiel würde im Anschluss an Partie vier ebenfalls in Solingen stattfinden. bol

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/sport

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