Lokalsport Mannheim

Turnen Junge Riege der TG Mannheim nutzt in der Bundesliga den Heimvorteil und holt mit Platz fünf das bestmögliche Ergebnis

Sprung nach vorne ohne viel Erfahrung

Mannheim.Nach Rang sieben im März hatten sich Turn-Trainerin Alina Korrmann und ihre LZ-Kollegin Narina Kirakosjan für ihr junges Team von der TG Mannheim eine Steigerung gewünscht. Mit Rang fünf (181,70 Punkte) hinter Stuttgart (2003,00), Tittmoning (196,50), Köln(192,85) und Karlsruhe-Söllingen (188,15) holten ihre Schützlinge zum Re-Start der 1. Bundesliga in der heimischen GBG-Halle nun das bestmögliche Ergebnis.

Schließlich haben die Nachwuchsmädels Alessia Heuser (13 Jahre), Janoah Müller (13), Silja Stöhr (12) und Julia Goldbeck (12) fast keine Erstliga-Erfahrung. Die 17-jährige Muriel Klumpp springt nur noch bei Bedarf ein, nur die gleichaltrige Laeticia Gloger zählt schon zu den Seniorinnen. Dagegen konnte sich die vor den Mannheimerinnen liegende Konkurrenz durchweg auf einige auch international erfahrene Turnerinnen verlassen, die alle in der Lage sind, im Vierkampf 50Punkte zu turnen.

„Von daher bin ich sehr zufrieden, die Mädels haben das prima gemacht, auch wenn natürlich noch nicht alles geklappt hat“, zog Korrmann ein rundum positives Fazit. „Wir haben die Zeit nach acht Wochen kompletter Corona-Pause vor allem genutzt, um neue Elemente zu lernen. Denn unsere Jüngsten mussten ja erstmals ein Kürprogramm erarbeiten. Das ist gelungen, die Bundesliga war ein perfekter Test für die deutschen Jugendmeisterschaften Ende November.“

Lob von der Bundestrainerin

Allerdings muss ein Trio der AK 12, das in das Ludwig-Frank-Gymnasium geht, jetzt erst einmal in Corona-Quarantäne, weil ein Mitschüler infiziert ist. „Das ist mehr als schade, denn alle brannten nach dem Wettkampf darauf, sofort weiterzumachen“ so Korrmann. „Jetzt müssen wir schauen, wie wir auch online die Motivation hochhalten. Denn genau jetzt wäre die Phase, die neuen Übungen zu stabilisieren.“ Dabei hilft sicherlich das große Lob, das Bundesnachwuchstrainerin Claudia Rödinger-Schunk – sie leitete selbst jahrelang das LZ Mannheim – dem TG-Nachwuchs spendete.

Den Beginn am Schwebebalken meisterten Julia Goldbeck (11,65) und Janoah Müller (11,85) mit Bravour, Silja Stöhr (9,80) und Gloger (9,90) behielten nach Stürzen die Nerven und turnten sauber weiter. Auch an den anderen Geräten zeigten die Turnerinnen, dass sie gut geschult und zu Recht im Nachwuchs-Bundeskader sind. Trotz ihrer Unerfahrenheit ließen sie sich nach Patzern nie hängen, unterstützten sich gegenseitig und fanden ihre Konzentration schnell wieder.

Weil das den Konkurrenten des ersten Durchgangs nicht immer gelang, war der TGM schon vor Beginn des zweiten Teils Rang sechs vor Hannover (171,70) und Dresden (160,20) sicher. Und weil der SSV Ulm (173,30) nicht nur Verletzungspech hatte, sondern immer wieder an den eigenen Nerven scheiterte, verbesserten sich TG-Mädels sogar noch auf Platz fünf.

Info: Alle Ergebnisse: www.deutsche-turnliga.de 

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