Lokalsport Mannheim

Fußball-Kreisliga Primus versucht, die Ruhe zu bewahren

Srbijas Vorsprung schrumpft gewaltig

Archivartikel

Mannheim.Von einer Krise will Kristian Sprecakovic nichts wissen. Der Trainer des Fußball-Kreisligisten Srbija Mannheim sieht sein Team „voll in der Spur“, doch die letzten Ergebnisse seiner Elf lassen anderes vermuten. Der Tabellenführer strauchelte nach der Winterpause gleich mehrfach, am vergangenen Wochenende setzte es gegen Viernheim (2:3) die erste Niederlage seit September letzten Jahres. Die ehemals elf Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten sind mittlerweile auf nur noch vier zusammengeschrumpft.

„Wir verspüren aber dennoch keinen Druck. Das Team agiert wie eine Familie, der Zusammenhalt ist sehr eng und geschlossen. Unser Saisonziel waren von Beginn an 50 Punkte, daran halten wir auch fest. Sobald das erreicht ist, orientieren wir uns neu. Ob es am Ende zum Aufstieg reicht werden wir sehen“, wirkt Sprecakovic unbeeindruckt von nur einem Sieg seiner Mannschaft seit der Winterpause und stellt klar: „Wir müssen auch dem Gegner aus Viernheim Respekt zollen. Die haben das gut gemacht am vergangenen Wochenende. Es liegt an uns, unsere Spielidee wieder jede Woche auf den Platz zu bringen.“

Srbija-Kapitän Luka Stanisic sieht die Lage des Team ebenfalls komplett undramatisch und kennt die Tücken, die eine Tabellenführung mit sich bringt: „Jedes Team will den Spitzenreiter besiegen, da ist momentan jeder Gegner doppelt motiviert gegen uns“, erklärt der Torjäger, der unter der Woche schon ein deutliches Zeichen seiner Teamkollegen spürte: „Die Niederlage gegen Viernheim hat wehgetan, keine Frage. Das hat man schon am Dienstag im Training gemerkt, da waren wir gleich noch fokussierter und jetzt wollen wir natürlich direkt eine Antwort liefern.“

Gegner Ketsch II im Aufwind

Der nächste Dreier soll am Sonntag in Ketsch eingefahren werden. Das Hinspiel gewann Srbija souverän mit 2:0, doch die Vorzeichen sind jetzt andere. Ketsch liegt zwar noch auf einem Abstiegsplatz, gewann aber die jüngsten beiden Partien und empfängt den Spitzenreiter jetzt mit breiter Brust. „Das Momentum liegt ganz klar bei Ketsch. Solche Spiele gegen einen vermeintlichen Abstiegskandidaten sind extrem schwierig. Wir werden um jeden Zentimeter kämpfen müssen“, blickt Coach Sprecakovic auf die kommende Partie.