Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga Friedrichsfeld gegen Schlusslicht in Zugzwang / Kernaja-Abgang verärgert Viernheimer

Stahl will es noch einmal wissen

Mannheim.Gegen den nächsten Tabellenletzten soll jetzt aber gewonnen werden: Eine Woche nach der bitteren 21:31-Heimschlappe gegen Wiesloch, das dadurch die Rote Laterne abgab, fahren die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld heute Abend (19.30 Uhr) zum neuen Schlusslicht TV Hardheim. Mit 3:13 Punkten haben die Gastgeber nur zwei Zähler weniger auf dem Konto als der TVF, der mit 5:11 Zählern Zehnter ist. Trotz der sportlich alles andere als einfachen Situation, hat Friedrichsfelds Sprecher Florian Kuhn im Team „eine gute Stimmung“ ausgemacht: „Die Niederlage gegen Wiesloch ist abgehakt, die Jungs freuen sich aufs Spiel in Hardheim, wollen etwas gutmachen.“

Die Mannschaft von Trainer Marco Dubois darf sich in der Hardheimer Walter-Hohmann-Halle auf Unterstützung der eigenen Fans freuen: Mit zwei Bussen fahren die Friedrichsfelder zum richtungsweisenden Spiel und wollen ihrem Team den Rücken stärken. Dass die Partie kurzzeitig auf der Kippe stand, ist inzwischen abgehakt: Wegen Renovierungsarbeiten gab es Probleme mit den Fluchtwegen, doch jetzt gibt es grünes Licht und dem Kellerduell steht nichts mehr im Wege.

Alternative auf Linksaußen

Personell sieht es für Friedrichsfeld recht gut aus. Mit Nick Stahl steht sogar erstmals eine weitere Alternative zur Verfügung. Eigentlich wollte der Linksaußen letztes Jahr schon kürzertreten, verletzte sich dann aber bei einem Einsatz in der zweiten Mannschaft des TVF schwer an der Schulter. Jetzt, nachdem die Verletzung auskuriert ist und die Leistungskurve im Training nach oben zeigte, will er doch noch einmal die Herausforderung Badenliga annehmen. „Mit seiner Erfahrung wird er uns sicherlich weiterhelfen“, ist auch Florian Kuhn froh, dass Stahl es noch einmal wissen will.

Mit Respekt fährt der TSV Amicitia Viernheim heute zur TSG Wiesloch, will aber seinen jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen. „Ich schaue nicht auf die Tabelle und warne auch meine Spieler davor“, betont Viernheims Trainer Frank Herbert. Wiesloch ist nur Vorletzter (4:12), aber auch Viernheim steht als Achter mit 6:10 Punkten nur unwesentlich besser da. Und dann ist da noch die Leistung der TSG am vergangenen Wochenende, die Herbert mächtig Respekt abverlangt: „Wenn man mit 31:21 in Friedrichsfeld gewinnt, dann ist das schon ein Ausrufezeichen.“

Aber auch die Südhessen setzten mit dem 26:17 gegen Hockenheim ein solches, haben besonders in der Deckung eine beeindruckende Vorstellung abgeliefert. „Daran müssen wir jetzt anknüpfen“, so der Trainer, der allerdings in dieser Woche einen herben Rückschlag zu verkraften hatte: Leistungsträger Dymal Kernaja meldete sich mit sofortiger Wirkung ab, wechselt als Vertragsspieler zum Drittligisten TVG Großsachsen. „Das ist ganz bitter“, versucht Herbert seinen Ärger über den Abgang des von ihm zum Spielführer gemachten Kernaja zu unterdrücken, „aber es ist schon so, dass die Mannschaft und natürlich auch ich maßlos enttäuscht sind.“