Lokalsport Mannheim

Hockey Zum Saisonauftakt fahren die MHC-Damen ohne sechs Stammspielerinnen nach Berlin – und planen dennoch zwei Siege ein

Stahr steht vor schwierigem Personalpuzzle

Archivartikel

Mannheim.Aus dem Vollen schöpfen kann Philipp Stahr zum Rundenstart in der Feldhockey-Bundesliga nicht. Für den Damen-Trainer des Mannheimer HC bleiben beim Auftaktwochenende dennoch jeweils drei Punkte das Ziel. Den Vizemeister 2017 und Halbfinalisten 2018 aus Mannheim führt der Spielplan nach Berlin. Dort muss er am Samstag (16 Uhr) beim Aufsteiger Zehlendorfer Wespen ran, während am Sonntag (13.30 Uhr) die Partie beim Berliner HC auf dem Programm steht.

„Wir werden mit allem nach Berlin fahren, was noch laufen kann“, steckt hinter der nicht ganz ernst gemeinten Aussage von Stahr ein ernster Kern. So haben Torhüterin Lisa Schneider, Nike Lorenz und Cécile Pieper ihren USA-Aufenthalt angetreten, Charlotte Gerstenhöfer hat sich Richtung Kanada aufgemacht. „Dass sie uns in der Hinrunde fehlen werden, war ja lange klar. Ebenso wie Sophia Willig, die bei ihrem Spanienaufenthalt für den Club Egara in Terrassa spielt“, musste Stahr außerdem den Abgang der Spanierin Maria Tost verzeichnen.

Auf diese Personalsituation hat man am Neckarplatt reagiert und mit Lucina von der Heyde, Rochy Sanchez und Martina Cavallero drei argentinische Nationalspielerinnen verpflichtet, die wie die bereits zum MHC zählende Florencia Habif für Argentinien auch an der WM 2018 in London teilnahmen. „Der Kontakt kam beim Vier-Nationen-Turnier in München zustande, sie sind für die Bundesliga-Hinrunde eingeplant“, berichtet Stahr. Mit Pia-Sophie Oldhafer konnten die Blau-Weiß-Roten eine Spielerin vom Ligakonkurrenten Rot-Weiss Köln nach Mannheim lotsen, die mit Lorenz und Pieper bei den Olympischen Spielen 2016 mit Deutschland Bronze holte.

Besonders wichtig wird Neuzugang Karlotta Lammers vom Bundesligakonkurrenten Harvestehuder THC aus Hamburg sein, sie ist aktuell die einzige Torhüterin im Kader. „Durch den kurzfristigen Abgang von Paula Schmidt nach Berlin hat uns die Zeit gefehlt, nachzulegen“, bedauert Stahr. Für weitere Sorgenfalten sorgen die Ausfälle von Vizeweltmeisterin Megan Frazer und WM-Bronzemedaillengewinnerin Alicia Magaz, die nach der WM in London noch angeschlagen sind.

„Mit Emma Förter, Camille Nobis, Lydia Haase und unserem neuseeländischen Neuzugang Rachel McCann fallen vor dem Berlin-Wochenende insgesamt sechs Stammkräfte mit Verletzungen aus“, hätte Stahr sich bessere Startvoraussetzungen für die neue Bundesligasaison vorstellen können. and