Lokalsport Mannheim

Fußbal-Kreisliga Trainer Altintas muss in Gartenstadt selbst ran

Startelf statt Pause

Mannheim.Die Kreisliga-Mannschaft des VfB Gartenstadt ist das aktuelle Aushängeschild des ehemals so ambitionierten Vereins. Nach dem Rückzug aus der Verbandsliga liegt der Fokus nun auf der „Zweiten“, die kann allerdings in der bisherigen Saison nur für wenige Glanzmomente sorgen. Kein Sieg aus den bisherigen sechs Partien, 13 Gegentore – Tabellenplatz 16. „Mit etwas mehr Glück und vor allem mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hätten wir deutlich mehr Punkte auf dem Konto haben können“, zeigt sich Neu-Coach Menderes Altintas dennoch zufrieden mit dem Saisonstart. „Ich dachte, es kommt schlimmer. Die Mannschaft ist neu zusammengestellt. Wir geben unser Bestes, um den Verein in dieser Situation bestmöglich zu repräsentieren“.

Kraftakt des 42-Jährigen

Eigentlich wollte der 42-jährige Altintas eine fußballerische Pause einlegen. Nach seinem Engagement beim FC Turanspor sollte vorerst Schluss sein, doch dann kam der Anruf seines Heimatvereins. Seit der A-Jugend kickte der heutige Trainer jahrelang für die „Gelben Bären“, stand auch in der Landesliga auf dem Platz. „Nach kurzer Rücksprache mit meiner Familie habe ich mich dafür entschieden, zu helfen. Ich will zurückgeben, was Gartenstadt mir ermöglicht hat. Der Verein hat schwierige Zeiten hinter sich, es kann für uns alle nur bergauf gehen“.

Dafür greift der Coach auch zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Trotz seiner 42 Jahre steht er am Wochenende nicht nur an der Seitenlinie. Schon viermal beorderte Altintas sich selbst in die Startelf und spielte durch. „Eigentlich sollten wir mit einer 18-köpfigen Mannschaft in die Saison starten, gespickt mit vielen Eigengewächsen. Dieser Plan ging nicht auf. Durch Verletzungen und Krankheiten haben wir an Spieltagen teilweise keine Auswechselspieler, also stehe ich eben selbst auf dem Rasen“.

Ein respektabler Kraftakt des 42-Jährigen, der mit seinem VfB auf jeden Fall die Liga irgendwie halten will. Der Druck von Vereinsseite ist nach Aussagen des Coaches nicht gegeben, doch er selbst will es sich beweisen: „Der Nichtabstieg ist das oberste Ziel. Der Verein muss wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Wir haben trotz allem gutes Potenzial in der Mannschaft, gegen die direkten Konkurrenten müssen wir eben unsere Punkte holen“.

Am Sonntag gastiert die nun SpVgg Wallstadt beim VfB, mit einem Unentschieden wäre Altintas da schon „sehr zufrieden“. 

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