Lokalsport Mannheim

MM-Extra-Spiel Das 1:1 zwischen Heddesheim und dem VfR ist für beide Mannschaften zu wenig

Stillstand im Gleichschritt

Archivartikel

Heddesheim.Dieses Remis hilft keinem weiter: Das Verbandsligaspiel der vor der Saison hoch gehandelten Vereine Fortuna Heddesheim und VfR Mannheim endete mit einem 1:1 (1:0). Das Wort „Aufstieg“ verbietet sich angesichts des großen Rückstands auf die Tabellenspitze deshalb bei beiden Clubs.

Fortuna geht in Führung

Der VfR nutzte das Spiel bei der Fortuna in erster Linie zur Stabilitätssuche. „Für uns galt es erst einmal, wieder mehr Sicherheit in unser Spiel zu bringen“, meinte Trainer Uli Brecht, der zuletzt zwei Gesichter in seinem Team erkannte. „Unerklärlich war unser Auftreten vergangene Woche beim 0:3 gegen Zuzenhausen. Diesmal war es ein gutes Spiel. Mit der Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist, kann ich zufrieden sein. Wir waren auch einen Tick näher dran am Sieg“, meinte der VfR-Coach.

Nach dem Seitenwechsel galt es für die Rasenspieler, einen 0:1-Rückstand wettzumachen. Belohnt wurden die Bemühungen in der 73. Minute. Nach einem Foul von Christian Kuhn an Daniel Herm entschied Schiedsrichter Sascha Kief auf Strafstoß. „Er hat mich am Fuß getroffen. Dieser Elfmeter war berechtigt“, bestätigte Herm. Die Proteste der Heddesheimer hielten sich auch in Grenzen und Yanick Haag vollstreckte vom Punkt zum verdienten 1:1. „Wir haben eine Reaktion gezeigt und uns als Mannschaft präsentiert. Wir haben Ball und Gegner laufen lassen und einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, war Herm nicht unglücklich über das Ergebnis.

Auf tiefem Boden musste der VfR fast eine Stunde lang einem Rückstand hinterherlaufen. Auch die Heddesheimer nutzten für die Führung eine Standardsituation. Nach einem Freistoß von Ajdin Zeric landete der Ball über Timo Gebhardt schließlich bei Enis Baltaci, der zum 1:0 abschloss (16.). „Das Tor war vermeidbar“, bedauerte VfR-Torschütze Haag.

Zuversicht bei Haag

Die Fortunen hatten im ersten Abschnitt zunächst Glück, dass Marcel Gessels Schuss noch vor der Linie abgewehrt wurde (3.), danach aber ließen die Heddesheimer mit Ausnahme des Tores noch drei gute Möglichkeiten durch Baltaci (10.), Izzeddine Noura (32.) und Andreas Adamek (44.) liegen. Die Schlüsselszene sah Baltaci in der 55. Minute. Er selbst scheiterte im ersten Versuch und im Nachschuss brachte Marius Schilling aus rund zehn Metern den Ball nicht im Kasten unter. „Hätten wir das zweite Tor gemacht, dann hätte der VfR noch mehr aufmachen müssen, was uns entgegengekommen wäre“, ärgerte sich Baltaci. So ging es stattdessen mehr und mehr in die andere Richtung. „Wir haben dann etwas mehr vom Spiel gehabt, doch zu oft fehlte der letzte Pass“, analysierte Brecht den Auftritt seines VfR.

Stürmer Haag blickt jedoch mit großer Zuversicht in die Zukunft. „In der Wintervorbereitung wird unser Trainer dem Team seinen Stempel aufdrücken und wir werden dann ein anderes Gesicht zeigen.“

Und Heddesheim? Die nahe Zukunft der Fortunen ist nach der Erkrankung von Interimscoach Christian Emig bereits geregelt. „Ich stehe die nächsten beiden Spiele als Trainer zur Verfügung“, verkündete der Sportliche Leiter Rene Gölz, der mit Co-Trainer Melvin Faust das Team betreute. Mit der SpVgg Neckarelz und dem ATSV Mutschelbach haben die Heddesheimer bis Weihnachten noch zwei dicke Brocken vor der Brust. „Das 1:0 gegen den VfR fiel zu einem günstigen Zeitpunkt. Danach haben wir aber keine Ruhe in unser Spiel gebracht, sondern zu leichte Ballverluste produziert“, hat Gölz bereits genug Ansätze für seine Trainingsarbeit in den nächsten Tagen.

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