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SV Waldhof geht gegen DFB-Urteil in Berufung

Mannheim.

Formell ist die Berufung noch nicht eingereicht worden. Dass der Fußball-Regionalligist SV Waldhof gegen den am Donnerstag vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes festgelegten Drei-Punkte-Abzug sowie die 40 000-Euro-Geldstrafe nochmals vorgehen wird, ist allerdings beschlossene Sache. Das bestätigte SVW-Geschäftsführer Markus Kompp auf Anfrage dieser Zeitung.

„Wir werden das natürlich nochmals in den Gremien abschließend beraten, aber wir müssen diesen Schritt schon vorsorglich machen, um weiter handeln zu können“, verweist Kompp auf die Sieben-Tages-Frist für einen Einspruch. Dass dem SVW innerhalb dieser Frist die schriftliche Urteilsbegründung zugeht, ist unwahrscheinlich. Sollte sich mit Blick auf den Schriftsatz herausstellen, dass eine Berufung wenig Sinn macht, kann diese dann immer noch zurückgezogen werden.

„Zunächst sollten wir aber einen Fuß in der Tür haben“, rät auch Alexander Rudnick, vorsorglich in die Berufung zu gehen. Der Aufsichtsratschef der Spielbetriebs-GmbH ist selbst Anwalt und nahm das Grundsatzurteil, das erstmals Zuschauerausschreitungen mit einem Punktabzug ahndete, im Urlaub zur Kenntnis.

Rudnick: „Das trifft uns hart“

„Das trifft uns hart“, sagte Rudnick, der sich gewünscht hätte, „dass der DFB hier seine Linie beibehält“ und nicht mit einem Urteil in den sportlichen Wettkampf eingreift. Auch die Geldstrafe von 40 000 Euro, von denen bis zu 10 000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen im Stadion verwendet werden dürfen, sieht Rudnick kritisch. „Wenn ich sehe, was Bundesligisten erwirtschaften und wie hier manche Strafen ausfallen, finde ich, dass der Proporz nicht stimmt.“

Auch innerhalb der Mannschaft ist das Urteil natürlich weiter ein Thema, das SVW-Team würde mit einem Drei-Punkte-Rückstand in die neue Saison gehen. „Das ist besser als minus neun Punkte, aber ich kann nicht nachvollziehen, warum es überhaupt einen Punktabzug gab“, kommentierte Kapitän Kevin Conrad das Urteil.

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