Lokalsport Mannheim

Fußball Personalsituation verschärft sich weiter

SVW ohne Schuster

Mannheim.Schon beim Auftakt gegen Ulm war die Bank des SV Waldhof ziemlich dünn besetzt, als es um Alternativen für die Offensive ging. Vor dem ersten Auswärtsspiel des Regionalligisten bei der U 23 der TSG Hoffenheim (heute, 14 Uhr) hat sich die personelle Lage durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Maurice Hirsch (Außenbandriss im linken Sprunggelenk), Sinisa Sprecakovic (Knorpelschaden) und Innenverteidiger Mirko Schuster (Kapselausriss an der großen Zehe) nun nochmals drastisch verschärft. Dennoch brechen die Verantwortlichen nicht in Aktionismus aus. „Wir schauen weiter auf die Spieler, die wir schon die ganze Zeit haben wollen“, sagt Trainer Bernhard Trares zu potenziellen Neuzugängen und schließt einen Schnellschuss aus. Stattdessen bleibt der SVW-Coach geduldig, das Sommer-Transferfenster schließt am 31. August pünktlich um 18 Uhr.

Gelungenes Weißenfels-Debüt

Spätestens bis dahin setzt der SVW auf den vorhandenen Kader. Mit Marco Meyerhöfer und Gianluca Korte haben sich immerhin zwei Stammkräfte aus dem Vorjahr wieder im Training zurückgemeldet, im Pokalspiel bei der SpVgg Neckarelz gab zudem Angreifer Jesse Weißenfeld sein Startelf-Debüt, nachdem er fast die gesamte Vorbereitung wegen einer Wadenverletzung verpasst hatte – und erzielte auch gleich sein erstes Pflichtspieltor zum zwischenzeitlichen 3:0 (76.).

„Er war neben dem Tor an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt und hatte ja auch gegen Ulm nach seiner Einwechslung noch die Möglichkeit zum Ausgleich“, lobte Coach Trares den Neuzugang von den Stuttgarter Kickers. „Er wird uns mit seinen Bewegungen aus der Tiefe sicher guttun“, hofft der SVW-Trainer auf ähnliche Auftritte des 26-Jährigen. Und dass sich die Waldhöfer bei der Bundesliga-Reserve der Hoffenheimer wieder Chancen herausspielen werden, daran glaubt auch Torwart Markus Scholz. „Das Spiel gegen Ulm hat trotz der Niederlage auch gezeigt, dass für uns wieder einiges möglich sein wird, wenn wir so weiterspielen wie in der zweiten Halbzeit“, sagt der Keeper.