Lokalsport Mannheim

Leichtathletik Heimtrainer drückt Mihambo die Daumen

Tagesform und Glück

Oftersheim.„Weltklasse aus Ofdasche!“ So titelt die LG Kurpfalz auf ihrer Homepage einen Bericht über Malaika Mihambo (oberes Bild). In der Tat ist die 24-Jährige aus Oftersheim schon seit geraumer Zeit Weltklasse, und natürlich ist die Weitspringerin seit Jahren das Aushängeschild ihres Vereins schlechthin. Am heutigen Samstag (Beginn um 20.05 Uhr) kämpft Mihambo bei den Europameisterschaften in Berlin um eine Medaille, vielleicht sogar um den Sieg im Weitsprung. Zahlreiche Fans von der LG Kurpfalz werden sie im Stadion unterstützen. Die souverän überstandene Qualifikation mit 6,71 Meter zeugt von ihrer mentalen Stärke und ihrer guten Form. „Sie ist in blendender Verfassung“, freut sich ihr Trainer Ralf Weber (unteres Bild), der sie seit dem zehnten Lebensjahr betreut. An Mihambo gefällt ihm vor allem die Disziplin und Zielstrebigkeit. Sie sei keine Trainingsweltmeisterin, aber „sie kann liefern, wenn es darauf ankommt, im Wettkampf geht sie an ihre Grenzen.“ Berlin sei der absolute Jahreshöhepunkt, das nimmt eine sonst weitgehend cool wirkende Athletin auch nicht locker. Den Plan, gleich im ersten Sprung der Qualifikation, weit zu springen, ging auf.

Verspürt Weber nebst seinem Schützling Druck vor diesen Titelkämpfen in Berlin? „Beim Deutschen Leichtathletik-Verband spürt man schon, dass irgendwie eine Medaille her soll.“ Schließlich ist Mihambo mit ihren 6,99 Meter von Weinheim die Nummer zwei in der Welt. Doch für ihn gibt es vier bis fünf Siegkandidatinnen und es gehöre neben Tagesform auch Glück mit dem Wind dazu. Die sieben Meter müssen laut Weber am Samstagabend nicht zwingend fallen. „Irgendwann passiert es auch bei Malaika“, ist der 50-jährige Lehrer überzeugt. sz/ü