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Basketball US-Team tut sich beim Albert-Schweitzer-Turnier schwer

Talent allein reicht nicht

Archivartikel

Viernheim.Wie stark sind die U-18-Basketballtalente der USA? Können sie beim Albert-Schweitzer-Turnier 2018 an glorreiche Zeiten anknüpfen? Die Antwort nach drei Tagen lautet: Wohl eher nicht. Die US-Boys verloren ihr Eröffnungsspiel am Samstagabend in der Viernheimer Waldsporthalle vor 400 Zuschauern gegen Frankreich mit 73:79. In der Endphase fehlten dem von Chefcoach Joe Mantegna zusammengestellten Team aus Highschool-Rohdiamanten die nötige Cleverness und auch das Glück. Am Sonntag taten sich die US-Amerikaner dann gegen China sehr schwer. Der AST-Rekordsieger gewann das Spiel mit 100:96. Gestern Abend verloren die US-Amerikaner dann ihre Begegnung gegen Italien überaus deutlich mit 71:104.

College-Stipendium in der Tasche

Auffälligste Spieler des Team USA waren der vor dem Turnier hochgelobte Bryce Wills und August Mahoney. Ersterer avancierte bei der Auftaktniederlage gegen Frankreich zum besten Spieler der Nordamerikaner. Der Aufbauspieler, der bereits ein Stipendium beim renommierten NCAA-College Stanford in der Tasche hat, erzielte insgesamt 15 Punkte und war damit Top-Scorer seines Teams. „Die Jungs haben zum Schluss einfach die Würfe nicht gemacht. Sonst war das Spiel gegen eine gute französische Mannschaft in Ordnung“, sagte Coach Mantegna. Im Match gegen China machte Wills zwölf Punkte und holte neun Rebounds, blieb dabei aber im Schatten von Teamkollege August Mahoney. Der 1,92 Meter große Flügelspieler zeigte, dass er aus der Distanz ein sehr treffsicheres Händchen hat. Der junge Mann von der Albany Academy versenkte insgesamt sieben Dreier. Mit 27 Punkten war der 17-Jährige bester Werfer seines Teams.

Mahoney lieferte sich mit dem Chinesen Haowen Go, der ebenfalls sieben Treffer hinter der Drei-Punkte-Linie aufwies, ein spektakuläres Duell. Auch sehr aktiv: Jordan Dingle, der in der Schlussphase viel Verantwortung übernahm und die entscheidenden Punkte machte.

Als erstes Zwischenfazit bleibt: Die US-Amerikaner sind keine schlechte Mannschaft mit einigen talentierten Individualisten. Aber gegen eingespielte Junioren-Nationalteams wie Frankreich, Italien oder auch Russland haben es die Nordamerikaner in der Gruppe B einfach zu schwer. Das Halbfinale ist nur noch theoretisch möglich. Nach einem Tag Ruhepause wartet auf das Team USA am Mittwoch um 20 Uhr in der Viernheimer Waldsporthalle das Spiel gegen Ägypten. Die Nordafrikaner haben schon dreimal verloren, zuletzt am Montag gegen Frankreich (61:87). Für Wills und Co. ist ein Sieg dann einfach Pflicht.

Zu einem Spitzenspiel in der Gruppe B kommt es am Mittwoch schon um 15.30 Uhr. Italien empfängt dann Russland. Für beide geht es um den Einzug ins Halbfinale.

Info: Dossier unter morgenweb.de/ast