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Fußball Zum Saisonfinale tritt Sandhausen in Regensburg an und kann noch von Ingolstadt auf den Relegationsplatz verdrängt werden

Total überzeugt, aber auf alles vorbereitet

Sandhausen.„Ich schätze die Zusammenarbeit mit Ihnen. Aber ich hoffe, wir sehen uns in dieser Saison zum letzten Mal“, sagte Uwe Koschinat zum Abschluss der Pressekonferenz des SV Sandhausen vor dem Fußball-Zweitligaspiel beim SSV Jahn Regensburg. Sollte der Wunsch des Trainers in Erfüllung gehen, würde das bedeuten, dass der SV Sandhausen am Sonntag die Klasse halten würde (Spielbeginn: 15.30 Uhr). Andernfalls müssten die Schwarz-Weißen in der Relegation gegen den SV Wehen Wiesbaden nachsitzen.

„Es wäre fahrlässig, wenn wir uns mit diesem Szenario nicht beschäftigen würden. Wir müssen auf der einen Seite mit einer totalen Überzeugung antreten, aber auf der anderen Seite muss ich alle Vorbereitungen für eine mögliche Relegation in die Wege leiten“, sagt Koschinat.

Mit der 0:3-Niederlage im letzten Heimspiel des Jahres gegen Arminia Bielefeld haben sich die Sandhäuser um ihre sehr gute Ausgangslage gebracht, wobei sie auch beim Saisonfinale noch alle Trümpfe in der eigenen Hand haben. Die Situation hat sich aber dennoch verändert, glaubt Koschinat: „Es wird schwer, am Sonntag den Klassenerhalt klarzumachen, wenn wir verlieren. Aber ich setze große Hoffnungen auf den 1. FC Heidenheim.“ Der empfängt mit dem FC Ingolstadt den schärfsten SVS-Konkurrenten im Abstiegskampf. Nur die „Schanzer“ können Sandhausen noch auf den Relegationsplatz verdrängen.

Fünf Fan-Busse rollen nach Bayern

„Wenn uns vor ein paar Monaten jemand gesagt hätte, dass wir am letzten Spieltag um den direkten Klassenerhalt oder die Relegation spielen, dann hätten wir das unterschrieben“, sagt Denis Linsmayer und erinnert sich an den 24. Spieltag zurück, als der SVS mit 0:3 gegen Aue verlor: „Damals haben sowohl die Fans als auch jeder im Umfeld nicht mehr an uns geglaubt. Sie haben uns abgeschrieben und jetzt haben wir noch einen Matchball.“

Optimismus ist also vorhanden und der SVS wird beim Endspiel in Regensburg von fünf Fanbussen unterstützt. „Für uns ist es etwas ganz Besonderes, wenn man zum Warmmachen rauskommt und schon viele Fans im Block sind“, freut sich Linsmayer auf die Fanschar. Der Jahn will seinen langjährigen Trainer Achim Beierlorzer gebührend verabschieden. Der Coach wechselt nach der Saison zum 1. FC Köln. Außerdem verliert der SSV, der im gesicherten Mittelfeld liegt, mit Sargis Adamyan einen Leistungsträger an Hoffenheim. „Dementsprechend gehe ich davon aus, dass die Situation für uns dadurch noch gefährlicher ist. Sie werden nichts verschenken und haben auch nichts zu verschenken“, erwartet Koschinat einen harten Kampf. mgw/ü