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Fußball Waldhof-Trainer sauer auf Nachbar-Clubs

Trares: „Das nervt mich“

Archivartikel

Mannheim.Je länger das Spiel gegen Hoffenheim II beendet war, desto stärker brodelte es in Waldhof-Trainer Bernhard Trares (Bild). Nach der Pressekonferenz brach der Vulkan dann endgültig aus. „Es kotzt mich an, dass immer unsere Nachbarvereine gegen uns alles raushauen und gegen andere Vereine auf dem Feld herumwanken. Das nervt mich“, ließ er nach dem 3:3 (2:1) seinem Frust freien Lauf. Nichts war es mit friedlicher Adventszeit. Vor seiner Wutrede „bat“ er noch den TSG-Coach Marco Wildersinn, sich doch auch einmal gegen andere Mannschaften mehr anzustrengen und so vielleicht dem SVW Schützenhilfe zu geben. Dem leicht irritierten Wildersinn bescheinigte er aber im gleichen Atemzug eine starke Vorstellung der Hoffenheimer im Carl-Benz-Stadion.

Der Ärger von Trares war auch dem Spielverlauf geschuldet. Gianluca Korte mit einem Kunstschuss (3.) und Marco Schuster per Abstauber (27.) schossen schnell eine 2:0-Führung heraus. Nach der Pause gelang Dorian Diring das zwischenzeitliche 3:1 (55.), doch dieser zweimalige Zwei-Tore-Vorsprung reichte nicht aus, um den Sieg einzutüten. Christoph Baumgartner (32.), Philipp Strompf (72.) und Meris Skenderovic (81.) trafen für die Kraichgauer. Die personell arg gebeutelten Mannheimer konnten in den letzten zehn Minuten nicht mehr zulegen und verteidigten immerhin noch den einen Punkt.

Kern und Sommer vor Rückkehr

„Spieler, die zwischenzeitlich länger verletzt waren und jetzt wieder zurückkommen, können das Tempo noch nicht ganz bis zum Ende durchhalten. Das war heute unser Problem, sonst hätten wir gewonnen“, sprach der Coach voller Überzeugung. Beim SV Waldhof sehnt man jetzt die Winterpause herbei, denn im neuen Jahr werden alle derzeit verletzten Akteure zurückerwartet. Für das letzte Spiel vor der Winterpause bei Hessen Dreieich schloss Trares nicht gänzlich aus, dass Timo Kern und Jannik Sommer noch einmal zum Einsatz kommen können.

Beide fehlten dem Trainer gegen die TSG Hoffenheim, um mehr Alternativen zu haben. Aber auch ohne diese zwei Stammspieler hätte es reichen müssen. „Das Gegentor zum 3:2 nach einer Ecke war für mich der Knackpunkt, denn zuvor ist das Spiel so dahingeplätschert“, fasste sich Marco Schuster an die eigene Nase und suchte nicht die Schuld bei anderen. Der Blick geht nun voraus. „Wir werden in jedem Fall auch bei unserer Situation mit vielen verletzten Spielern, die uns fehlen, am Wochenende noch einmal alles raushauen“, denkt Schuster stellvertretend für die Mannschaft noch nicht an Weihnachten, sondern an den kommenden Samstag, wenn es zu Steinbach-Bezwinger Hessen Dreieich geht. rod (Bild: Binder)

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