Lokalsport Mannheim

Leichtathletik MTG nach Tod des 21-Jährigen schockiert

Trauer um Julian Otchere

Mannheim.„Zuerst zu fliegen, hoch in den Himmel zu schießen – das ist der Wahnsinn. Und dann unten auf der Matte zu sehen, dass die Latte oben liegengeblieben ist – das ist ein pures Glücksgefühl.“ Damit beschrieb Julian Otchere vor zweieinhalb Jahren seine Faszination für den Stabhochsprung. Damals hatte sich der deutsche Juniorenmeister von 2016 bei der Bauhaus-Juniorengala gerade für die U-20-Europameisterschaften in Grosseto qualifiziert – für seinen ersten Auftritt im Nationaltrikot.

Völlig überraschend ist der 21-Jährige am Freitag „auf tragische Weise“ gestorben. Das wurde am Dienstag bekannt. „Wir sind schockiert und fassungslos. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt der Familie und den Angehörigen von Julian“, äußert sich Sportvorstand der MTG Mannheim, Rüdiger Harksen, stellvertretend für beide Clubs MTG und ABC Ludwigshafen.

Nach Anfängen beim ASV Eppelheim fing der bis zuletzt in Plankstadt wohnende jüngere Bruder der Stabhochspringerin Jacqueline Otchere vor zehn Jahren bei der MTG mit Leichtathletik an, konzentrierte sich ab 2012 bei Coach Alex Rupp auf den Stab und wechselte erst zu Jahresbeginn 2020 nach Ludwigshafen. Beim ABC wollte er in der Trainingsgruppe von Vladimir Ryzih und zusammen mit dessen Tochter, der mehrfachen deutschen Meisterin Lisa Ryzih, einen weiteren Schritt in seiner Karriere machen.

Für das vergangene Wochenende war der 21-jährige Sportstipendiat der Uni Mannheim (Wirtschaftsinformatik) noch als Favorit für die süddeutschen Meisterschaften in Sindelfingen gemeldet. Doch sein Startplatz blieb leer. 

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