Lokalsport Mannheim

Hockey Bundesliga-Damen unterliegen im Kellerduell gegen Zehlendorf / MHC ist Teilnahme am Final-Four-Turnier nach Sechs-Punkte-Wochenende nicht mehr zu nehmen

TSVMH vergibt Matchball gegen die Wespen

Mannheim.Die Bundesliga-Damen des Mannheimer HC können für das Final-Four-Turnier um die Deutsche Meisterschaft planen. Nach dem 5:0-Erfolg beim Bremer HC und dem 2:1-Sieg beim Club an der Alster kann der Tabellenzweite bei noch fünf ausstehenden Spielen nicht mehr aus den Top Vier verdrängt werden. Einen herben Rückschlag im Abstiegskampf mussten dagegen die Damen des TSV Mannheim Hockey hinnehmen. Nach dem 2:1 gegen den Berliner HC am Samstag setzte es gegen den direkten Konkurrenten Zehlendorfer Wespen eine 1:2-Pleite.

TSVMH-Coach Carsten-Felix Müller gab zu, dass die Niederlage am Ende verdient war: „Das war ein richtiges Abstiegsspiel, das hat man auch an der Qualität gesehen. Die Wespen waren etwas fitter, weil wir gestern gegen Berlin Körner gelassen haben. Es ist schade, dass wir den Matchball vergeben haben, aber der Sieg für die Wespen ist verdient.“

Der TSVMH versuchte, wie schon beim Samstagssieg gegen den BHC, aus einer geordneten Defensive schnelle Konter einzuleiten. Insgesamt waren beide Teams aber zu hektisch im Abschluss. Man merkte, welche Bedeutung ein Punktgewinn für beide Teams hatte. Nach dem Wiederanpfiff schwächten sich die Gäste durch unnötige Karten erst einmal selbst und gaben so dem TSVMH die Chance, zur Führung. Diese nutzte Olympiasiegerin Fanny Cihlar in der 37. Minute, als sie eine Ecke sehenswert verwandelte. Es schien, als könne Mannheim die knappe Führung über die Zeit bringen, doch die Wespen setzten noch einmal alles auf eine Karte und wurden belohnt: Daniela Dallmann traf zum Ausgleich (54.), ehe Florentine Elsholtz per Ecke den entscheidenden Treffer des Tages erzielte.

Nach dem klaren 5:0-Sieg in Bremen erhalten sich die MHC-Damen mit dem 2:1-Erfolg beim Club an der Alster sogar die Chance auf Platz eins in der Endabrechnung. Zwar kam Alster besser ins Spiel, der MHC ging aber durch einen Konter über Lydia Haase in Führung (17.). Alster benötigte danach einige Minuten, um wieder in die Partie zu kommen. Nach dem Seitenwechsel war es dann ein Ballverlust in der Alster-Hälfte, der zum 2:0 für den MHC führte. Erneut war Haase zur Stelle, die den Ball ins Tor lupfte (36.). Nach dem 0:2 erhöhte Alster den Druck, kam aber nur noch zum Anschluss (40.). „Es war ein umkämpftes Spiel mit vielen Emotionen und hätte auch anders ausgehen können. Eine Partie auf Augenhöhe – auch wenn Alster ein Chancenplus hatte. Aber wir haben leidenschaftlich gekämpft und können stolz sein”, sagte MHC-Trainer Philip Stahr. dhl/red