Lokalsport Mannheim

Faustball Aufstiegsturnier endet trotz ungewohnt hoher Fehlerquote mit dem erhofften Triumph

TV Käfertal zittert sich in die Bundesliga

MANNHEIM.Am Samstagabend um 19.41 Uhr kannte der Jubel bei den Spielern, Verantwortlichen und Fans des Faustball-Zweitligisten TV Käfertal keine Grenzen mehr. Die Mannheimer hatten in einem packenden Fünf-Satz-Krimi gegen den TV Unterhaugstett soeben ihren ersten Matchball verwandelt und eine grandiose Feldsaison ohne Punktverlust mit dem Aufstieg in die Faustball-Bundesliga gekrönt.

Es waren Zentnerlasten, die von den Schultern der Käfertaler gefallen waren, die im Dauerregen beim Aufstiegsturnier auf der heimischen Karl-Heinz-Herbst-Sportanlage am Ende die besseren Nerven behalten hatten. Neben dem TVK schaffte auch der TSV Calw den Aufstieg in Liga eins, Unterhaugstett und der TV Eschhofen blieben zweitklassig.

Wie eng die Kräfteverhältnisse waren, zeigte der Blick auf die nackten Zahlen: Sowohl Calw als auch Käfertal und Unterhaugstett beendeten das Turnier mit 4:2 Zählern. Der TSV und der TVK (jeweils 8:5 Sätze) hatten nur hauchdünn vor Unterhaugstett (8:6) die Nase vorn. "Endlich spielt die Mannschaft dort, wo sie hingehört", freute sich TVK-Vorstandsmitglied Peter Scharfenberger. "Nur an ihrem Nervenkostüm müssen die Jungs noch arbeiten." Tatsächlich leisteten sich die Käfertaler immer wieder kleine Nachlässigkeiten und ungewohnte Eigenfehler - klarer Beleg dafür, wie viel für den TVK auf dem Spiel stand und wie groß der Druck war, sich beim Aufstiegsturnier auf eigener Anlage durchzusetzen.

"Wir hatten in der Liga eben auch keine Gegner, die uns zu Fehlern gezwungen hätten und sind heute auf sehr, sehr gute Teams getroffen", analysierte Käfertals Trainer Leo Goth. "Das war eine riesige Leistung meiner Mannschaft, die verdient aufgestiegen ist." mwh