Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga, Männer Friedrichsfeld und Viernheim bislang die beiden einzigen Teams ohne Punkte

TVF steht sich selbst im Weg

Archivartikel

Mannheim.Diese Niederlage hat wehgetan: Mit 22:23 (11:9) verloren die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld ihr Heimspiel gegen die TSG Plankstadt und warten damit nach drei Spielen immer noch auf den ersten Punkt. In den letzten zweieinhalb Minuten kämpfte Friedrichsfeld bravourös, machte einen 19:22-Rückstand wett und durfte nach dem 22:22-Ausgleich durch Sebastian Wingendorf sieben Sekunden vor dem Ende auf einen Punktgewinn hoffen. Doch Plankstadt konterte mit einer schnellen Mitte und war nur noch auf Kosten eines Strafwurfs zu stoppen, den Julian Maier nach der Schlusssirene zum 22:23-Endstand verwandelte.

„Natürlich war es ärgerlich, wie die letzten Sekunden gelaufen sind. Aber verloren haben wir dieses Spiel schon zuvor“, meinte TVF-Sprecher Florian Kuhn und spielt dabei auf einige Undiszipliniertheiten an. So kassierte Friedrichsfeld unter anderem zwei Zeitstrafen wegen Meckerns und schwächte sich damit selbst.

Die Anfangsphase verlief noch ganz nach den Vorstellungen von TVF-Trainer Marco Dubois. Aus einer stabilen Deckung heraus erspielte sich Friedrichsfeld ein 4:1 (8.) und legte auch in der Folge meist knapp vor. Dabei verdiente sich Torhüter Christian Schemenauer ein Extralob, der mit seinen Paraden der Defensive den Rücken stärkte. Als die Gastgeber nach dem Seitenwechsel ein 13:9 herauswarfen (35.) schien sich Sicherheit breitzumachen. Doch die Überlegenheit währte nur kurz: Beim 16:17 (49.) lag Friedrichsfeld nach einer Zeitstrafe gegen Christian Veith seit langer Zeit wieder hinten. Plankstadt erhöhte sogar auf 19:17 und schien beim 22:19 schon auf der Siegerstraße. „Die Moral in der Schlussphase war gut, aber die Fehler zuvor waren einfach zu viel“, resümierte Kuhn nach der erfolglosen Aufholjagd.

Viernheim – Neuenbürg 28:36

Erwartungsgemäß nichts zu holen gab es für die ersatzgeschwächten Viernheimer gegen den Titelfavoriten aus Neuenbürg. Dass es am Ende aber eine solch deutliche Niederlage setzte, sorgte bei den Südhessen für erheblichen Frust. Der TSV Amicitia – mit gerade einmal zwei gelernten Rückraumspielern angetreten – ließ jegliche Durchschlagskraft in der Offensive vermissen. Das Fehlen der Verletzten Marcel König (Arm), Julius Herbert (Schulter) und Holger Hubert (Bandscheibe) war nicht zu kompensieren.

Beim 1:6 nach zehn Minuten war schon klar, in welche Richtung sich die Partie entwickeln würde, beim 3:11 (20.) war die Vorentscheidung gefallen. Zwar kam Viernheim auf 6:12 und 8:13 heran (26.), doch eine echte Aufholjagd war mit diesem verletzungsbedingt sehr dünnen Kader nicht möglich. Als das Team von TSV-Amicitia-Trainer Frank Herbert nach dem Seitenwechsel auf ein Tor herankam, hofften die Zuschauer in der Rudolf-Harbig-Halle auf die Wende und insgeheim auf die Sensation, doch nach dem 22:23 (44.) durch Pal Megyeri rissen die Neuenbürger das Spiel wieder an sich, erhöhten auf vom 26:23 mit einem 8:0-Lauf zum 34:23 und machten damit sechs Minuten vor dem Ende den Sack endgültig zu.