Lokalsport Mannheim

Handball Dünne Personaldecke macht Drittligist zu schaffen

TVG ringt nach Luft

Eisenach.Das vergangene Wochenende mit der deutlichen Heimniederlage gegen den HC Erlangen II hat einmal mehr gezeigt, dass der TVG Großsachsen einen zu dünn besetzten Kader hat. Fallen wichtige Stützen wie Jonas Gunst und Philipp Ullrich aus, hat Trainer Stefan Pohl nur noch wenige Wechselmöglichkeiten. In bisher allen drei Saisonspielen ging dem restlichen Kader in den letzten 15 Minuten förmlich die Luft aus. Heute (19.30 Uhr) im Drittliga-Spiel beim ThSV Eisenach soll aber die Wende eingeleitet werden.

„Ich kann meinen Spielern keinen großen Vorwurf machen. Durch die wenigen Pausen häufen sich gegen Ende der Partie die Fehler und Fehlwürfe, das ist normal. Das nutzen die Gegner gnadenlos aus“, sagt Pohl. „Dass der Stamm in dieser Liga mithalten kann, haben wir in allen drei Spielen gezeigt, aber du kannst in der 3. Liga nicht 60 Minuten vorne wie hinten Vollgas geben. Jeder Spieler benötigt auch mal eine Pause. Trotzdem werden wir auch in Eisenach alles versuchen, auch wenn wir da krasser Außenseiter sind.“

Großer Aufstiegsfavorit

Der Thüringer Traditionsverein will den Betriebsunfall Abstieg in die Drittklassigkeit sofort wieder beheben und hat sich den direkten Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben. Die Experten sind sich sicher das der ThSV und die SG Nußloch den Aufstieg unter sich ausmachen. In den ersten drei Saisonspielen gab es dann auch gleich drei Siege, zwei davon auswärts. Dass die Euphorie wieder groß ist, zeigten die 1300 Zuschauer beim ersten Heimspiel.

Großsachsen kann sich demnach auf eine große Kulisse und stimmungsvolle Halle freuen, denn zu verlieren hat man nichts. Bekanntestes Gesicht der Thüringer ist Trainer Sead Hasanafendic. Der Kroate soll den ThSV wieder in die 2. Liga führen. Eisenach trainiert unter Profibedingungen und hat hier sicherlich dem TVG einiges voraus. Bange machen gilt aber nicht, Großsachsen kann befreit aufspielen.