Lokalsport Mannheim

Basketball Rekordsieger trifft zum Auftakt des Albert-Schweitzer-Turniers auf Frankreich / Deutschland startet gegen Israel

US-Team nimmt neuen Anlauf

Archivartikel

MANNHEIM.Das 29. Albert-Schweitzer-Turnier (AST) für U-18-Basketball-Nationalmannschaften startet heute. Gespielt wird in der Mannheimer GBG Halle und in der Viernheimer Waldsporthalle, wo auch das Eröffnungsspiel um 13.45 Uhr zwischen Russland und Ägypten steigt. Die offizielle Eröffnungsfeier findet um 18.30 Uhr mit allen Teams in der GBG Halle statt. Die deutsche Auswahl trifft anschließend als Titelverteidiger an gleicher Stelle auf Israel (20 Uhr). Mitfavorit auf den Titel ist wie jedes Mal auch das Team USA. Die Nordamerikaner sind immer noch Rekordsieger beim AST. Doch den letzten Titel holten die US-Boys, die bislang immer dabei waren, im Jahr 1996.

Nun also ein neuer Anlauf. Chefcoach des Teams USA ist diesmal Joe Mantegna. Der Trainer leitet seit 17 Jahren eine Basketball-Akademie im Bundesstaat New Jersey. Die Blair-Academy hat sich unter seiner Führung einen Namen als Talentschmiede gemacht. Spieler wie Luol Deng (Chicago Bulls) oder Charlie Villanueva (Toronto Raptors) schafften den Sprung in die US-Profiliga NBA. Mantegna war bereits vor zwei Jahren in Mannheim. Damals noch als Assistent von Mike Olson.

Platz neun vor zwei Jahren

2016 reichte es für die US-Amerikaner nur zu einem enttäuschenden fünften Platz in der Gruppenphase. Im Spiel um Platz neun setzte sich der Rekordsieger auch nur knapp mit 88:81 gegen Japan durch. Diesmal peilen die US-Amerikaner eine bessere Platzierung an.

Vier Spieler des aktuellen Kaders, den Mantegna zusammengezogen hat, haben bereits bei einem namhaften College in den USA unterschrieben. Normalerweise führt der Weg eines US-amerikanischen Basketball-Profis über die High School und das College, bevor er dann beim sogenannten NBA Draft von einem der großen Teams ausgewählt wird. Klar ist auch: Nur die Besten setzen sich durch. Mit Magic Johnson, Vince Carter oder Tim Duncan spielten schon hochbegabte Korbjäger beim AST, die später Superstars wurden.

Im aktuellen US-Kader haben bereits vier Talente einen Platz an einem College sicher: Center Marcus Littles (George Washington), Flügelspieler Khalid Moore (Georgia Tech), Aufbauspieler Taurus Samuels (Dartmouth) sowie Shooting Guard Bryce Willis. Vor allem letzterer gilt als potenzieller NBA Spieler. Der 17-Jährige aus White Plains im US-Bundesstaat New York ist 1,93 Meter groß und hat mit einer spektakulären Spielweise schon reichlich Späher überzeugt. 2022 könnte er in der NBA spielen. Auf ihm liegt das Augenmerk beim AST.

Das Team USA ist Mitte der vergangenen Woche in Mannheim angekommen. Das erste Spiel bestreitet der Neunte von 2016 am heutigen Samstag (20.30 Uhr) in der Viernheimer Waldsporthalle gegen Frankreich. Es dürfte gleich ein richtungsweisendes Match sein und erste Erkenntnisse bringen, ob das Team USA vielleicht nach 22 Jahren wieder einen Titel bei der inoffiziellen Junioren-Weltmeisterschaft in Mannheim und Viernheim holen kann.