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Fußball Obwohl der Aufstieg in die Oberliga so gut wie feststeht, lässt Gartenstadt offen, wohin die Reise geht

VfB hält sich weiter bedeckt

Mannheim.Der VfB Gartenstadt benötigt noch einen Punkt, um die Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga Nordbaden klarzumachen. Bereits am Samstag im Auswärtsspiel beim VfB Eppingen würde den Gelben Bären um ihren Trainer Dirk Jörns ein Zähler reichen. Ob der Klub aus dem Mannheimer Norden in der nächsten Saison dann in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg an den Start geht, ist allerdings immer noch nicht sicher. „Wir führen Gespräche, aber wir werden uns erst offiziell äußern, wenn die Runde beendet ist“, machte Joachim Ningel, der Erste Vorsitzende des VfB, klar.

Fakt ist: Vor zehn Jahren spielten die Gelben Bären noch in der A-Klasse. 2009 stieg der Verein in die Kreisliga auf und schaffte 2011 den Sprung in die Landesliga. Dort verweilten die Gartenstädter bis 2017. Dann ging es wieder hoch. In der ersten Verbandsliga-Saison belegte der VfB den achten Rang. Und nun gibt es die Chance, in die fünfthöchste deutsche Fußball-Spielklasse aufzusteigen. Für einige im Klub geht das offenbar zu schnell.

Die Infrastruktur des Vereins ist tatsächlich nicht auf Oberliga-Spiele beispielsweise gegen die Stuttgarter Kickers ausgelegt, die über eine gestandene Fan-Gruppierung verfügen, und die bei Auswärtsspielen auch der Polizei Sorgen bereiten. Der finanzielle Aufwand in der Oberliga steigt natürlich ebenfalls für den VfB, der über zwei Spielfelder verfügt, allerdings gerade in den Wintermonaten schon jetzt Probleme hat, alle Mannschaften, dabei vor allem die vielen Jugendteams, im Trainingsbetrieb unterzubekommen.

Ningel machte gestern auf Nachfrage deutlich, dass man fieberhaft nach Lösungen sucht, um auch die Auflagen seitens des Verbands zu erfüllen. Der Clubchef betonte aber zugleich: „Wir können uns erst konkret äußern, wenn alle Spiele gespielt sind. Alles andere wäre Wettbewerbsverzerrung.“

Frist bis Ende Mai

Würden die Gartenstädter auf den Aufstieg verzichten, hätte der Tabellenzweite das Recht zum direkten Aufstieg. Der Dritte könnte die Aufstiegsrunde spielen. Momentan sind der Ligazweite SV Sandhausen II und der Dritte, Fortuna Heddesheim, punktgleich. „Wenn der Zweite aber auch nicht aufsteigen will, dann gibt es keinen direkten Aufsteiger“, sagt Christian Eiffler, der für den Spielbetrieb beim Badischen Fußballverband zuständig ist und macht klar: „Nur der Dritte könnte dann in die Aufstiegsspiele.“

Zudem gibt es Fristen zu beachten. „Der Württembergische Fußball-Verband ist für die Oberliga zuständig. Er lädt die Vereine ein und innerhalb dieses Prozesses muss erklärt werden, welche Clubs das Aufstiegsrecht annehmen oder nicht. Das müsste Ende Mai passieren“, sagt Eiffler.

Auch wenn der VfB also am Samstag den letzten Schritt gehen würde, stehen noch einige Fragezeichen hinter der künftigen Spielklasse der Mannheimer.